Harald Schmidt: „Es gibt die Sehnsucht nach einer großen Koalition. Einer Koalition aus AfD und CDU“
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Der Comedian Harald Schmidt hat sich zu den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen überraschend politisch geäußert. „Die Menschen haben Sehnsucht nach einer großen Koalition“, sagte der Entertainer bei einem Auftritt am Sonntag in der Dessauer Marienkirche. Und fügte nach einer längeren Pause hinzu: „Nach einer Koalition zwischen AfD und CDU.“ Zuerst hatte die Berliner Zeitung über den Auftritt berichtet.
Wie die Zeitung berichtet, sei der Witz mit „schamhaftem Gelächter“ quittiert worden. Ansonsten habe Schmidt auch den Bundeskanzler Olaf Scholz persifliert. So zeichnete er den Kanzler als politische Figur nach, die es bei jeder öffentlichen Gelegenheit vermeidet, Konkretes zu sagen oder sich festzulegen. Stattdessen: „Nett lächeln, Verständnis zeigen, ins Publikum winken“, heißt es in der Berliner Zeitung.

Der 67-jährige TV-Entertainer Harald Schmidt.
Als er auf die Bühne trat, soll Schmidt die Hände gehoben haben und zur Begrüßung gewinkt haben – ganz im Stile eines Staatsmannes. Anschließend sagte er dem Publikum: „Ich mache es so wie Kamala Harris.“ Also: Lieb winken, nichts wirklich ernst meinen, nichts wirklich sagen, dafür aber umso netter lächeln und mit zugewandten Gesten dem Publikum Verständnis signalisieren. „Das nimmt das Wahlvolk als sympathisch wahr.“
„Wahlergebnisse sind ein Zeichen für tolle Demokratie“
Auch zu Sahra Wagenknecht äußerte sich Schmidt. Man würde sich wundern, dass die Politikerin in Landtagswahlen „aus dem Stand heraus“ zweistellige Ergebnisse erzielen würde. Schmidt erzählt von Sportwettkämpfen in seiner Jugend. Eine Schulkameradin erzielte bei Hochspring-Wettkämpfen „aus dem Stand heraus“ viel bessere Ergebnisse als Schmidt, der „mit viel Anlauf“ seine Sprünge in den Sand setzte. Am Ende hätte sich schlicht herausgestellt, so Schmidt, dass die Mitschülerin die talentiertere Sportlerin sei.
Im August hatte Schmidt für Aufsehen gesorgt, als er mitteilte, dass ihm mögliche Erfolge von AfD und BSW keine Sorgen machen würden. „Wahlergebnisse sind immer ein Zeichen dafür, dass wir eine tolle Demokratie haben“, so Schmidt damals. „Nur viele sind mit den Wahlergebnissen nicht einverstanden.“

Harald Schmidt sieht Kevin Kühnert als nur mäßig talentierten Politiker.
Für die SPD hatte Schmidt hingegen nur Hohn übrig. Er verglich die Karrieren von Politikern wie Kevin Kühnert mit seiner eigenen Laufbahn. „Nur drei Jahre lief die Harald-Schmidt-Show im Fernsehen richtig gut“, sagte Schmidt. Dennoch sei sie zwanzig Jahre auf Sendung geblieben. Trotz des mäßigen Erfolgs hätten die Verantwortlichen sie nicht abgesetzt. Eine Parallele zur Laufbahn von Kevin Kühnert, der trotz seiner steten Inkompetenz und Durchschnittlichkeit nicht von der Bühne verschwinden wolle.
Auch bei NIUS: „Herr Schmidt, können Sie die Kritik nachvollziehen, dass die Öffentlich-Rechtlichen zu links und grün seien?“
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