Harter Winter? Goldman Sachs rechnet mit verdreifachten Gaspreisen
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- Die Gaspreise könnten sich im kommenden Winter verdreifachen.
- Damit rechnet die Analyseabteilung der amerikanischen Großbank Goldman Sachs.
- Die Großhandelspreise für Gas könnten im zweiten Halbjahr 2023 auf über 100 Euro pro Megawattstunde steigen.
Die Gaspreise in Europa könnten sich diesen Winter fast verdreifachen und bis zum nächsten Sommer merklich höher bleiben. Das geht aus einer Analyse der Großbank Goldman Sachs hervor. Die Großhandelspreise für Gas könnten in der zweiten Jahreshälfte auf über 100 Euro pro Megawattstunde steigen, fast dreimal so hoch wie die derzeitigen Preise von rund 36 Euro.
Die Gaspreise in Europa sind in den letzten Monaten gefallen, nachdem der Kontinent den Winter mit mehr als halb vollen Gasbeständen überstanden hat. Goldman Sachs erwartet jedoch, dass der Verbrauch in Europa und die Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG) in anderen Teilen der Welt in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 wieder ansteigen werden, wodurch die Preise im Durchschnitt auf über 90 Euro pro Megawattstunde steigen könnten.
In einer Nachricht an die Investoren warnten Goldman-Sachs-Analysten: „Selbst wenn die industrielle Nachfrage diesen Sommer schwach bleibt, dies keine Garantie dafür ist, dass die Lagerung im Winter komfortabel sein wird.“
Sie argumentieren, dass die derzeit niedrigen Preise auf dem Kontinent die Motivation der Haushalte, ihren Gasverbrauch zu reduzieren, verringert haben, was die Nachfrage wiederum wieder ankurbeln könnte. Höhere Gaspreise würden Russland stärken, das laut EU-Daten von Januar 2022 bis November 2022 immer noch fast ein Viertel der EU-Gasimporte lieferte.
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