Hochwasser: Die Lage bessert sich, doch noch ist es nicht vorbei
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Das Hochwasser ist noch nicht vorbei, doch in einigen Regionen bessert sich die Lage.
Seit Weihnachten kämpft Deutschland mit Überflutungen. Christian Lindner, der Bundesvorsitzende der FDP und Bundesfinanzminister, hat bei dem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart den Opfern der Flutkatastrophe in Deutschland seine Unterstützung zugesichert. Lindner wies jedoch darauf hin, dass der Staat nicht für alle Probleme verantwortlich gemacht werden kann und auch nicht in der Lage ist, alle Probleme zu lösen. „Aber wer unverschuldet in Not gerät, kann sich auf die Solidarität der Gesellschaft verlassen“, sagte der Finanzminister.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) beim Dreikönigstreffen.
Ein Lichtblick in Sachsen-Anhalt
Die Hochwassersituation in Sachsen-Anhalt hat sich stabilisiert. Die Pegelstände der Thyra, die in die Helme fließt, sind leicht gesunken, da man konstant Wasser aus der Talsperre in die Helme ablässt. Dieses Vorgehen hält die Pegelstände der Helme stabil. Zuvor war der Fluss an einigen Stellen über die Ufer getreten.
In der Nacht zum Samstag hat man einen Deich in der Nähe der Helmebrücke im Stadtteil Oberröblingen von Sangerhausen mit Unterstützung der Bundeswehr verstärkt. Diese Maßnahme dient der Sicherung der Talsperre. Über den Samstag hinweg füllt und verbaut man weitere Sandsäcke. Soldaten der Bundeswehr setzen ihre Arbeit am Deich auch am Samstag fort, um die Region vor weiteren Hochwasserschäden zu schützen.

Bundeswehrsoldaten sichern einen Deich an der Helme mit Sandsäcken.
Die Bundeswehr ist bereit, in Niedersachsen zu helfen
Die Hochwasserlage in mehreren Regionen Niedersachsens bleibt trotz leichter Wetterbesserung kritisch. Tausende Helfer von Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und Polizei sind weiter im Einsatz, um die Folgen des Hochwassers in den Griff zu bekommen. Ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover betonte am Samstag, die Böden seien durch den anhaltenden Regen gesättigt, die Wettervorhersagen deuteten aber auf nachlassende Niederschläge hin.
In Oldenburg und den besonders betroffenen Landkreisen Celle, Oldenburg, Emsland, Osterholz, Heidekreis und Verden gilt weiterhin das „außergewöhnliche Ereignis“. Diese Einstufung erleichtert den Zugriff auf zusätzliche Hilfskräfte.
Ein Einsatz der Bundeswehr in Niedersachsen steht noch nicht fest. Das Land hat noch kein Amtshilfeersuchen gestellt. Die Bundeswehr hat jedoch vorsorglich Kräfte der 1. Panzerdivision in Bereitschaft versetzt, um im Bedarfsfall schnell eingreifen zu können.

Der Main ist im Bereich der Weseler Werft nach anhaltenden Regenfällen über die Ufer getreten.
In Hessen bessert sich die Lage
Nach dem Ende des Dauerregens hat sich die Hochwassersituation in Hessen deutlich entspannt. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie mitteilt, haben die Hochwasserwellen die Unterläufe der großen hessischen Flüsse passiert. An Rhein und Main haben die Pegel ihren Höchststand erreicht und beginnen zu fallen.
Derzeit wird in Hessen an 16 Pegeln die Meldestufe 1 und an drei Pegeln die Meldestufe 2 angezeigt. Besonders betroffen sind die Oberweser am Pegel Bad-Karlshafen und die Lahn an den Pegeln Gießen-Klärwerk und Leun. Auch im hessischen Mainabschnitt wurde an den Pegeln Frankfurt-Osthafen, Krotzenburg und Raunheim die Meldestufe 1 überschritten. Der Hochwasserscheitel wurde in der Nacht erreicht, die Wasserstände fallen nun.
Meldestufe 1 bedeutet, dass die Gewässer randvoll gefüllt sind und kleinere Uferbereiche überflutet sind. Meldestufe 2 bedeutet ein größeres Hochwasser, das ufernahe Grundstücke überflutet und vereinzelt Keller volllaufen lässt.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bleibt es am Samstag in Hessen stark bewölkt bis bedeckt, mit zeitweise leichtem Regen. Gegen Abend muss in Nordhessen mit Schneeregen, in mittleren Lagen auch mit Schneefall gerechnet werden. In der Nacht zum Sonntag wird es in Nord- und Osthessen kälter, mit Temperaturen zwischen 0 und minus 3 Grad, im höheren Bergland bis minus 5 Grad. In den übrigen Teilen Hessens bleibt es weitgehend frostfrei.
Für Sonntag erwartet der Wetterdienst in der ersten Tageshälfte vor allem zwischen der Rhön und dem nordhessischen Bergland noch etwas Schnee, dort wird leichter Dauerfrost mit Höchstwerten zwischen minus 2 und 0 Grad vorhergesagt. Ab Mittag soll es meist niederschlagsfrei bleiben.
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