Iran greift Israel an ++ Hunderte Drohnen ++ USA und Briten im Luftkampf an Israels Seite +++ Arabisches Mädchen durch Einschlag verletzt
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Vergangene Nacht griff der Iran Israel an.
Das Mullah-Regime hatte Hunderte unbemannte, bewaffnete Drohnen und Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Das israelische Militär (IDF) war zuvor bereits in höchster Alarmbereitschaft. Mit der Hilfe der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Jordaniens konnten, laut israelischen Medien, „99 Prozent“ der eingehenden Flugkörper abgewehrt werden.
Während die westlichen Partner in Abstimmung mit Israel agierten, behaupteten jordanische Medien, dass sie lediglich ihre Bürger und Luftraum geschützt hatten. „Unsere Streitkräfte werden allem entgegentreten, was die Sicherheit des Landes und seiner Bürger sowie die Unantastbarkeit seines Luftraums und seines Territoriums gefährdet“, berichteten staatliche jordanische Medien.
Jordanien gilt als Verbündeter des Westens und beherbergt um die 3000 US-amerikanische Soldaten.
Durch den Angriff wurde ein siebenjähriges Mädchen aus einem Beduinendorf nahe Arad schwer verletzt – das berichtet „Magen David Adom“. Der stellvertretende Direktor des Soroka Medical Center Dr. Dan Schwartzfox berichtete dem israelischen Militär-Radio, dass ihr Leben weiterhin in Gefahr sei. Sie befinde sich derzeit auf der Intensivstation.
Ansonsten fielen die Schäden überraschend gering aus: IDF-Sprecher Daniel Hagari sprach von kleineren Schäden an der Infrastruktur eines Militärstützpunktes im Süden Israels.
Die meisten iranischen Flugkörper konnten noch vor dem Eintreten in den israelischen Luftraum abgefangen werden. Fast alle Abfangmanöver erfolgten durch Flugzeuge, David's Sling oder die Arrow-Raketensysteme. Der „Iron Dome“ der sich gut gegen einfache Raketen der Hamas und der Hisbollah verteidigt, ist für Drohnen und ausgefallenere Langstreckenraketen weniger relevant, berichtet Jerusalem Post.
Der Iron Dome steht oftmals symbolisch für alle Abfang-Systeme Israels.
Intercepted Iran’s missile floats in the Dead Sea: pic.twitter.com/xvHre2igM8
— Israel War Room (@IsraelWarRoom) April 14, 2024
So lief die Nacht ab
Gegen 1 Uhr erreichten die ersten Drohnen israelisches Territorium. Video zeigen, wie das hochmoderne Luftwaffenabwehrsystem „Iron Dome“ eine Drohne nach der anderen vom Himmel holte. Der Staat Israel schrieb bei X: „Thank god for the Iron Dome.“ (deutsch: Gott sei Dank, dass wir den Iron Dome haben).
USA, Großbritannien und Frankreich waren mit ihrem Militär im Einsatz waren, um iranischen Drohnen abzuschießen, bevor sie Israel überhaupt erreichen konnten. Auch Ziele im Jemen wurden bombardiert. Die Bundesregierung kann derweil nur hilflos zuschauen. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) schreib auf X: „Wir verurteilen den laufenden Angriff, der eine ganze Region ins Chaos stürzen kann, aufs Allerschärfste.“ Iran solle sofort mit den Angriffen aufhören – um 2.10 Uhr, fünf Stunden nach Bekanntwerden der iranischen Angriffe, äußerte sich auch der Bundeskanzler:
„Der Luftangriff auf israelisches Staatsgebiet, den Iran heute Nacht begonnen hat, ist unverantwortlich und durch nichts zu rechtfertigen. Iran riskiert einen Flächenbrand. Wir stehen eng an der Seite Israels und werden jetzt mit unseren Verbündeten alles Weitere besprechen“, schrieb er bei X.

Der Iron Dome fängt über Jerusalem zig iranische Drohnen ab.
Israel will sich wehren
In Süden Israel heulten in vielen Städten die Sirenen und warnen Bürger vor dem Luftangriff aus dem Iran. Das israelische Kriegskabinett hat beschlossen, militärisch auf die iranische Attacke zu reagieren. Von der Bundesregierung war auch drei Stunden nach Bekanntwerden des Angriffs nichts zu hören.
Am späten Abend hatten die IDF bemerkt und öffentlich gemacht, dass Iran Dutzende Drohnen und Raketen in Richtung des israelischen Territoriums abgefeuert hatte:
„Die Verteidigungs- und Angriffsformationen der Luftwaffe sind in Alarmbereitschaft und Dutzende von Flugzeugen sind am Himmel. Wir führen eine Lagebeurteilung mit unseren strategischen Partnern, allen voran den USA, durch und stimmen uns eng mit ihnen ab“, sagte IDF-Sprecher Daniel Hagari.
Die israelische Regierung schloss wegen der Bedrohungslage alle Schulen und Bildungseinrichtungen. Auch Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen wurden untersagt. Auch der israelische Luftraum wird ab 0.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr deutscher Zeit) geschlossen.
USA bekräftigen Sicherheitsgarantie
US-Präsident Joe Biden brach am Samstag eine Urlaubsreise ab und kehrte ins Weiße Haus zurück, um auf einen möglichen Angriff Irans auf Israel reagieren zu können. Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan sprach am Samstagmorgen (US-Zeit) mit seinem israelischen Amtskollegen über die Ereignisse im Nahen Osten. Sullivan bekräftigte via X öffentlich das „unbedingte Engagement der Vereinigten Staaten für die Sicherheit Israels“.

Joe Biden hat am Samstag seinen Urlaub abgebrochen und ist wegen der Bedrohungslage Israels mit dem Hubschrauber zurück ins Weiße Haus geflogen.
Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte: „Der Iran hat einen Luftangriff auf Israel begonnen. Präsident Biden wird von seinem nationalen Sicherheitsteam regelmäßig über die Situation informiert und wird sich heute Nachmittag mit diesem Team im Weißen Haus treffen. Sein Team steht in ständigem Kontakt mit israelischen Beamten sowie mit anderen Partnern und Verbündeten.“
Deutschlands Botschafter in Israel, Steffen Seibert, schrieb bei X: „Ein Direktangriff wie noch nie: Iranische Drohnen im Anflug auf Israel und es kann noch mehr kommen. Alle deutschen Landsleute bitte ich dringend, zu Ihrer Sicherheit den Anweisungen des Home Front Command und der lokalen Behörden zu folgen.“
Reaktion auf Angriff auf iranische Botschaft in Damaskus?
Der iranische Angriff gilt als Reaktion für den mutmaßlichen Luftangriff Israels auf ein Konsulargebäude der iranischen Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus, bei dem am Montag nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sieben ihrer Mitglieder getötet worden sind. Zu ihnen zählen mit den Kommandeuren Mohammed Resa Sahedi und Mohammed Hadi Hadschi Rahimi auch zwei ranghohe Vertreter der Al-Kuds-Brigaden.
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