Kahlschlag bei „Bonava“: 340 Jobs weg, weil Bauen immer teurer wird
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Der Bauentwickler „Bonava“ gibt bekannt, hierzulande 340 Arbeitsplätze abbauen zu müssen. Grund sei eine Neustrukturierung aufgrund gestiegener Zinsen und höherer Energiepreise.
Mehr als ein Drittel der Belegschaft in Deutschland verliert ihren Job, bestätigt auch Unternehmenssprecherin Katja Kargert auf Anfrage von NIUS. Die Bedingungen für den Wohnungsbau hätten sich zuletzt stark verändert. „Durch die gestiegenen Zinsen, höhere Energiepreise und deutlich gestiegene Baukosten zeigten sich viele Familien und auch Investoren beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung in den letzten Monaten zurückhaltend“, verrät Kargert gegenüber NIUS.
Da das Geschäft direkt davon betroffen sei, müsse es sich, um wettbewerbsfähig zu bleiben, „an die Marktbedingungen anpassen“. Die personelle Reform soll jedoch keine Auswirkung auf laufende Bauprojekte haben – Bonava gibt an, alle verkauften Häuser und Wohnungen fertigzustellen.
Bonava entwickelt Wohnbauprojekte in neun Ländern mit insgesamt 1.900 Mitarbeitern und erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von 1,48 Mrd. Euro.

Die Situation für Bau-Unternehmen sieht nicht gut aus.
Auftragsmangel und hohe Kosten erschüttern die Bau-Branche
Die Lage im Wohnungsbau verschlechtert sich laut der neuesten Analyse des ifo-Instituts fortlaufend. Fast die Hälfte der Unternehmen (49,1 Prozent) berichtet im November von einem Mangel an Aufträgen, was einen leichten Anstieg gegenüber den 48,7 Prozent im Oktober darstellt. Dies ist der achte Anstieg in Folge. Die Auftragsstornierungen bleiben mit 21,5 Prozent fast auf dem Niveau des Vormonats (22,2 Prozent).
Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen, kommentiert die Zahlen: „Den Wohnungsbauunternehmen springen reihenweise die Kunden ab. Die hohen Baukosten und das aktuelle Zinsniveau lassen viele Bauherren verzweifeln. Viele Projekte rechnen sich unter diesen Bedingungen schlicht nicht mehr und müssen zurückgestellt oder gestrichen werden“.
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