Kahlschlag bei der Postbank: Jede zweite Filiale wird geschlossen
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Diese Nachricht dürfte vielen Beschäftigten der Postbank den Wochenstart gründlich vermasselt haben. Die Deutsche Post möchte ihr Netz von 550 Filialen drastisch verkleinern.
Das kündigte der Privatkunden-Chef Claudio de Sanctis (50) gegenüber der Financial Times an. Zur Begründung gab de Sanctis an, dass viele Zweigstellen seit Langem nicht mehr profitabel seien.
Dass diese bisher nicht geschlossen wurden, lag an vertraglichen Details mit dem ehemaligen Eigentümer der Postbank, der Deutschen Bank. Demnach war es bislang nicht möglich, Filialen zu schließen. Dieser Vertrag lief nun aus und wurde neu verhandelt.

Rund die Hälfte der Filialen werden in den nächsten drei Jahren geschlossen, erklärt Privatkunden-Chef Claudio de Sanctis.
Auch das Filialnetz der Deutschen Bank soll weiter reduziert werden, sagte de Sanctis. Genauere Angaben machte er jedoch nicht.
Das Ziel sei es, die Postbank zu einer „Mobile first“-Bank zu entwickeln. Das bedeutet vor allem: weniger Beratung vor Ort. Wie viele Arbeitsplätze aufgrund der Maßnahmen verloren gehen, sagte de Sanctis nicht.
Zuletzt hatte die Postbank mit schweren IT-Problemen zu kämpfen. Die Migration der rund zwölf Millionen Kundendaten auf die IT-Systeme der Deutschen Bank sorgte für erhebliche technische Schwierigkeiten. Aufgrund dieser Probleme schickte die Finanzaufsicht BaFin einen Sonderbeauftragten in die Filialen.
Fest steht: Bis Mitte 2026 sollen etwa 250 Standorte geschlossen werden.
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