„Kommunikationspanne“: Polizei schießt auf Bundeswehr!
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In Erding (Bayern) ist am Mittwochabend ein Bundeswehr-Soldat bei einer Übung angeschossen worden – offenbar von der Polizei. Mehrere Behörden ermitteln, wie es zu dem folgenschweren Zwischenfall kommen konnte.
Nach Angaben von Polizei und Bundeswehr kam es bei einer Feldjäger-Übung im Rahmen des Manövers „Marshal Power“ zu einer Verwechslung. Ein Sprecher der Polizei sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einer „Kommunikationspanne“: „Wir wussten nicht, dass zu diesem Zeitpunkt dort geübt wird.“ Die Polizei in Erding sei an der Übung nicht beteiligt gewesen.
Laut Bundeswehr war das mehrtägige Manöver mit Kommunen und Behörden abgestimmt, der Landkreis Erding jedoch nicht ausdrücklich als Übungsort genannt worden. Ziel der großangelegten Übung war, das Vorgehen gegen „irreguläre Kräfte“ – also bewaffnete Kämpfer ohne staatliche Zugehörigkeit – im Verteidigungsfall zu trainieren.

Der Tatort wurde großräumig abgesperrt.
Die Polizei war gegen 17 Uhr alarmiert worden, nachdem ein Zeuge von einer Bundesstraße aus einen bewaffneten Mann im Tarnanzug gesehen hatte. Daraufhin rückten Einsatzkräfte an, es kam zu einem Schusswechsel zwischen Polizei und Soldaten. Dabei wurde ein Feldjäger durch einen Schuss der Polizei verletzt. Ob die Bundeswehrsoldaten scharfe Munition oder Platzpatronen nutzten, ist noch unklar.
Der Verletzte kam ins Krankenhaus, konnte aber am Abend wieder entlassen werden. Die Staatsanwaltschaft Landshut, die Bundeswehr und die Polizei prüfen nun, wie es zu der Verwechslung kommen konnte. Vertreter der bayerischen Staatsregierung – darunter Innenminister Joachim Herrmann (CSU) – äußerten sich bislang nicht zu dem Vorfall.
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