Kurz vor Antifa-Massenprotest in Gießen: Schulamt hebt Präsenzpflicht für Schüler auf
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Die Stadt Gießen wird am Wochenende Schauplatz riesiger Proteste. Fast 50.000 Aktivisten werden erwartet, darunter auch gewaltbereite Linksextremisten. Nun wurde bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen der Stadt Gießen bekannt: Das Schulamt hebt die Präsenzpflicht für die Schüler der Stadt auf.

Proteste in Riesa im Januar 2025 gegen den AfD-Parteitag.
Stadt setzt Präsenzunterricht aus
Rund um den bevorstehenden AfD-Parteitag bahnt sich der wohl größte Gegenprotest an, den die Partei bei einem solchen Treffen je erlebt hat. Inzwischen werden nach Veranstalterangaben mehr als 50.000 Menschen erwartet, die in der Umgebung des Veranstaltungsortes demonstrieren wollen. Die Dimension der Proteste wirkt sich nicht nur auf die Sicherheitslage und den Verkehr aus, sondern auch ganz konkret auf den Schulalltag. Für den Freitag vor den Protesten setzt die Stadt den Präsenzunterricht für Schüler aus, das bestätigt das Schulamt gegenüber NIUS.

Aktivisten am Berliner Olympiastadion, die zur Reise nach Gießen aufrufen.
Verkehrschaos erwartet
So ist die Präsenzpflicht an den Schulen für den betreffenden Tag aufgehoben worden, Eltern können selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder nicht. Offiziell geschieht das nicht aus polizeilichen Gründen, die Schulen bleiben grundsätzlich geöffnet, sondern weil der Unterricht bereits um 13:00 Uhr endet und der öffentliche Nahverkehr voraussichtlich massiv beeinträchtigt sein wird. Man wolle verhindern, dass besorgte Eltern ihre Kinder inmitten eines möglichen Verkehrschaos selbst abholen müssen, oder die Schüler es nicht schaffen, nach Hause zu kommen.
Verkehrsverbände schlagen bereits Alarm: Wegen gesperrter Straßen, Umleitungen und überfüllter Busse und Bahnen sei ein geordneter Rücktransport der Schülerinnen und Schüler kaum zu gewährleisten. Um unvermeidbares Durcheinander und gefährliche Situationen auf dem Schulweg zu vermeiden, setzt man deshalb auf die Entscheidungshoheit der Eltern, und auf so wenig Bewegung wie möglich im ohnehin überlasteten Nahverkehrssystem.
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