Letzte Generation auf Landebahnen: Flughäfen weisen Verantwortung von sich
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- Klimakleber dringen auf das Rollfeld des Hamburger und Düsseldorfer Flughafen ein.
- Polizei und Flughafen weisen die Schuld von sich.
Klimaaktivisten haben am Donnerstagmorgen die Flughäfen in Hamburg und Düsseldorf blockiert, um gegen die Klimapolitik der Regierung zu protestieren. Die Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ gelangten auf die Rollfelder beider Flughäfen und klebten sich nahe der Start- und Landebahnen fest, was zu einer vorübergehenden Einstellung des Flugbetriebs führte. Doch wie konnte das passieren? Die Flughäfen jedenfalls weisen jede Verantwortung von sich
Die Pressestelle des Düsseldorfer Flughafens verwies uns auf Anfrage auf ein Statement, welches angibt, dass Prozesse und Alarmsysteme gut funktionierten, die Sicherheit des Flugbetriebs zu jeder Zeit gewährleistet war und darüber hinaus es mit den beteiligten Behörden gelungen sei, die Auswirkungen für Passagiere gering zu halten.
Dabei wirkt es zynisch, dass in der Antwort nicht auf den Fakt eingegangen wurde, dass überhaupt Unbefugte auf das Rollfeld gelangt sind. Als i-Tüpfelchen versah man das Statement mit einem prätentiösen Zitat des Vorsitzenden der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens Lars Redeligx, welches besagte, dass der Klimaschutz eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit ist, aber hier die Mittel falsch gewählt wurden.


In Düsseldorf haben Umweltaktivisten den Zaun dank eines Kissens überwunden.
In Hamburg wurden aufgrund des polizeilichen Einsatzes rund ein Dutzend Flüge gestrichen. Der Flughafen konnte den Betrieb am späteren Vormittag wieder aufnehmen, aber es wird erwartet, dass es den ganzen Tag über zu Verzögerungen kommen wird. In Düsseldorf wurde der Flugbetrieb ebenfalls vorübergehend stark eingeschränkt. Auf Anfrage von NIUS sagte die Pressestelle des Hamburger Flughafens, dass „die Sicherung dieses Zauns und der Zaun selbst selbstverständlich allen gesetzlichen Vorgaben“ entsprachen. Die Frage, wie es denn sei kann, dass Unbefugte das Gelände betreten konnten und sogar auf das Rollfeld gelangten, blieb unbeantwortet. Auch die Frage, ob man solche Vorfälle nicht als Motivation bzw. Inspiration für Terroristen zählen könnte, wurde nicht beantwortet.
Manuel Ostermann, der stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagt gegenüber NIUS: „Der Flughafenbetreiber ist für die technische Sicherung des Flughafens verantwortlich. Die Bundespolizei trifft hier ausdrücklich keine Verantwortung. Seit geraumer Zeit weisen wir auf diese sicherheitstechnischen Defizite hin. Auf die Bundespolizei ist Verlass in der Sicherheitsarchitektur und jetzt ist der Flughafenbetreiber gefragt.“
Die Aktionen haben auch die Verantwortlichen am Frankfurter Flughafen alarmiert, obwohl es dort bisher keine Vorkommnisse gab. Die Bundespolizei hat angekündigt, dass sie innerhalb der normalen Streifentätigkeit „sehr aufmerksam“ sein wird.
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