Linksextreme haben Zugverkehr im Visier: Wieder Anschlag auf die Bahn – Staatsschutz ermittelt
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Wegen durchtrennter Bahnkabel ist die wichtige Nord-Süd-Zugstrecke zwischen Köln und Düsseldorf am Montag stark beeinträchtigt worden – die Polizei wertet die Attacke als Sabotageakt. Ein politisch motivierter Angriff auf die kritische Infrastruktur könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es aus Polizeikreisen. Der Staatsschutz ermittelt.
Unbekannte hatten in der Nacht einen unterirdischen Kabelschacht geöffnet und alle Kabel mit einem Trennschleifer durchtrennt. Damit wurde ein Stellwerk in Leverkusen lahmgelegt und die für Pendler wichtige Hauptstrecke der Bahn entlang des Rheins erneut angegriffen.

Kein Kinderstreich: Ein Schacht wurde geöffnet, wichtige Kabel wurden durchtrennt. In den vergangenen Wochen bekannten sich Linksextreme zu solchen Anschlägen.
Die um kurz nach Mitternacht festgestellten Kabelschäden gebe es entlang der Strecke bei Leverkusen an mindestens zwei Standorten, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Arbeiten seien umfangreicher als gedacht. Die Strecke konnte dennoch am Montagabend um 18:20 Uhr wieder freigegeben werden, sagte eine Bahnsprecherin.
Vandalismus und Kabeldiebstahl sind als Erklärungen vom Tisch
Zunächst war von Vandalismus die Rede gewesen. Davon gehe man nicht mehr aus, hieß es, auch nicht von einem versuchten Kabeldiebstahl.
Die Kriminalpolizei ermittelt, Beamte schauten sich die Schäden vor Ort an und suchten nach Spuren. Der Bahnverkehr auf der Strecke wurde umgeleitet oder es fuhren Ersatzbusse – wer dort unterwegs war, war deutlich länger unterwegs als üblicherweise. Der Fernverkehr aus dem Ruhrgebiet musste am Montag über Wuppertal umgeleitet werden, der Regionalverkehr ebenfalls.

Mitarbeiter der Deutschen Bahn begutachten die Schäden im Kabelschacht.
Ende Juli hatten Unbekannte die Strecke zwischen Düsseldorf und Duisburg mit Brandsätzen lahmgelegt. Eine linksextreme Gruppierung bekannte sich per Bekennerschreiben zu dem Anschlag. Ende August wurde dann eine Bahnstrecke in Wuppertal attackiert.
Mehr lesen: Linksextremes „Kommando Angry Bird“ bekennt sich zu Anschlag auf Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen
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