Bund gibt kein Geld mehr: Löschflugzeuge für den Harz ab sofort außer Dienst
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Im Jahr 2024 waren die Flieger noch im Einsatz: Im September 2024 brannten etwa 17 Hektar Wald direkt am Brocken im Harz. Doch ab jetzt sollen Waldbrände ohne Flugzeuge gelöscht werden. Der Betrieb von zwei Löschflugzeugen am Forschungsflughafen Braunschweig wird vom Land Niedersachsen nicht mehr verlängert.
Auf Anfrage der Braunschweiger Zeitung begründet das Landesinnenministerium dies vor allem mit fehlendem Geld vom Bund. Und der Bund verweist laut der Lokalzeitung wiederum auf das fehlende Interesse auf der Landesebene. Fakt ist: Der Bund hat für 2025 keine Gelder mehr bereitgestellt – knappe Kasse, heißt es aus dem Innenministerium Niedersachsen, das von Daniela Behrens (SPD) geführt wird. Und ohne die Zuschüsse sei die Finanzierung der Flieger im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzes nicht stemmbar.
Seit 2023 waren am Flughafen Braunschweig zwei Löschflugzeuge AT-802 des US-amerikanischen Herstellers Air Tractor stationiert – sie starteten mit als Teil der sogenannten „RescEU“-Flotte zu Einsätzen im Harz und im europäischen Ausland.
Kosten wurden vor allem von EU-Geldern gedeckt
In den vergangenen Jahren war die Finanzierung der Löschfliegerstaffel vor allem mit EU-Mitteln finanziert worden. So trug die EU im Jahr 2024 etwa 1,4 Millionen Euro, während Bund und Land Niedersachsen jeweils etwa 450.000 Euro beisteuerten, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Zuletzt hatte der Bund jedoch den EU-Zuschuss gar nicht beantragt.

„Wir haben auch in diesem Sommer schon jetzt verheerende Wald- und Vegetationsbrände erlebt. Und die Waldbrandgefahr bleibt hoch, der Klimawandel führt zu immer trockeneren und heißeren Sommern. Wir müssen uns für diese Gefahren viel stärker wappnen, als das in der Vergangenheit der Fall war“, sagte Faeser erst im Sommer 2023.
Probephase war laut Faeser-Ministerium nicht überzeugend
Das für Katastrophenschutz zuständige Bundesinnenministerium erklärte hierzu auf Anfrage der Lokalzeitung, es habe sich um eine „Erprobungsphase“ gehandelt. Man konnte jedoch die Länder nicht von einer dauerhaften, gemeinsamen Finanzierung mit der EU überzeugen. „Deshalb wurde von einem Anschlussprojekt abgesehen.“ Daniela Behrens verweist darüber hinaus auf die Hubschrauber, die durch Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr zur Verfügung stehen. Für „Szenarien“ in Niedersachsen seien diese besser geeignet. Sollte es wieder Geld von Bund und EU geben, sei eine erneute Stationierung dennoch denkbar.
Der Waldbrand-Experte Detlef Maushake vom Verein „Waldbrandteam“ sieht die Flugzeuge nicht als „kriegsentscheidend“ in der Waldbrandbekämpfung, auch wenn sie „schnell und effizient“ seien, erklärte er der Braunschweiger Zeitung. Wie sehr werden die Flieger fehlen? „Das hängt vom Sommer ab, der vor uns liegt“, sagt Maushake.
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