Massive Beeinträchtigungen bei der Bahn und im Flugverkehr: Wie der Streik Deutschland lahmlegt
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Weselsky will Bahn „weiteren Schaden“ zufügen
Im laufenden Tarifstreik zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL handelt es sich um den fünften Streiktag. Die Gewerkschaft GDL fordert eine 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich. Die Bahn hingegen bezeichnete den Streik als „völlig unnötig“. Wie die Sprecherin Bröker sagte, können man „kein Grundangebot mehr organisieren“, wenn die GDL „ihre Drohung von Wellenstreiks wahrmacht“. Nach Angaben des GDL-Vorsitzenden Klaus Weselsky habe man „alles versucht“, um von der Bahn ein „Entgegenkommen zu erreichen“. Vermittlungsversuche bezeichnete er als „nicht einigungsfähig“. Der Zeit sagte der 65-jährige Weselsky, es gehe jetzt darum, der Bahn „weiteren Schaden“ zuzufügen.
Bisher konnte der bundeseigene Konzern aufgrund des mehrtägigen Vorlaufs ein Grundangebot zur Verfügung stellen. Bei kurzfristiger angekündigten Streiks, sogenannten „Wellenstreiks“, könne die Bahn sich aber kaum auf die Ausfälle vorbereiten.
Unangekündigter Verdi-Streik legt auch Flughafen lahm
Auch im Flugverkehr kommt es aufgrund des Streiks zu Beeinträchtigungen: Aufgrund eines unangekündigten Streiks des Sicherheitspersonals auf dem Düsseldorfer Flughafen sind am Donnerstag 13 Flüge gestrichen und umgeleitet worden. „Der Flugbetrieb wird größtenteils aufrechterhalten“, sagte ein Flughafensprecher. Passagiere seien leider betroffen „von längeren Wartezeiten, als sie es sonst gewohnt sind. Aber wir tun alles gemeinsam mit unseren Partnern, dass die Auswirkungen gering bleiben und die Flüge weitestgehend realisiert werden können.“
Am Münchener Flughafen hingegen hat der neuerliche Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals hunderte Flugausfälle nach sich gezogen. Die Flughafengesellschaft FMG erwartet den Ausfall von etwa 500 der ursprünglich geplanten 800 Flüge, wie ein Sprecher am Donnerstagmorgen sagte. Bereits seit dem späten Mittwochabend sind viele Lufthansa-Flüge annulliert. Der Flughafen warnte die Passagiere auf seiner Webseite vor erheblichen Einschränkungen und Flugstreichungen.
Eine Anzeigetafel am Flughafen München mit Informationen über den Streik.
Regulär sei am Donnerstag mit 42.000 Passagieren zu rechnen, davon 21.000, die abreisen. Ein Drittel von ihnen sei am Morgen bereits durch die Kontrolle gelangt. Durch den Notbetrieb an den Kontrollstellen komme es allerdings zu längeren Wartezeiten und Schlangen. Die Verhältnisse seien aber geordnet. Die Passagiere würden gebeten, nicht früher als drei Stunden vor dem Abflug zum Flughafen zu kommen. Die Gewerkschaft Verdi hatte den Streik des Sicherheitspersonals vorher nicht angekündigt.
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