Messermann geht vor Berliner Krankenhaus auf Sanitäter los
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Rettungskräfte sind in Berlin zunehmend bedroht. Nun ging ein Mann (20) in Berlin-Reinickendorf mit einem Messer auf ausgerechnet die Menschen los, die ihm medizinisch zur Hilfe geeilt waren: auf Rettungskräfte. Verletzen konnte er glücklicherweise niemanden. Bild hatte über den Fall zuerst berichtet.
Vor dem „Vivantes Krankenhaus Humboldt“ spielten sich in Berlin-Reinickendorf am Montagabend gegen 23:20 Uhr erschreckende Szenen ab. Rettungskräfte hatten einen Patienten ans Klinikpersonal übergeben, der dann aber wütend wurde. „Nach bisherigem Kenntnisstand beschwerte sich der 20-Jährige über lange Wartezeiten in der Rettungsstelle“, so ein Polizeisprecher. Wegen seiner Aggressivität sei er vom Sicherheitspersonal nach draußen vor die Rettungsstelle gebracht worden.
Dort wartete ein Freund des Mannes, die Stimmung heizte sich weiter auf. Dann zog der Mann auf einmal ein Messer aus der Tasche. „Als ein Rettungsdienstmitarbeiter (42) ihn aufforderte, sich zu beruhigen, ging er mit dem Messer auf ihn los und machte Schnitt- und Stichbewegungen. Der 42-Jährige konnte glücklicherweise ausweichen und blieb unverletzt“, so Bild.

Der Täter wartet darauf, von der Polizei abgeführt zu werden.
Täter wurde einem Psychiater vorgestellt und festgenommen
Dann wurden Feuerwehrleute auf ihn aufmerksam, auf die der aggressive Messermann ebenfalls losging. Auch sie konnten ausweichen und wurden nicht verletzt.
Von der Polizei Berlin erfuhr NIUS, dass der Täter die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Auf Nachfrage, ob der Mann einen Migrationshintergrund hat, antwortete die Polizei: „Ob und inwiefern der Verdächtige einen Migrationshintergrund hat, dazu äußern wir uns – generell nicht.“
Der Freund des Mannes trug zur Eskalation bei, soll aggressiv gestikuliert haben. Er schubste sogar einen Feuerwehrmann. Doch das half den gewalttätigen Männern am Ende nicht: Die Feuerwehrleute konnten beide Männer zu Boden ringen. Bis die Polizei eintraf, hielten sie beide fest. Es existiert ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der Mann festgehalten und schließlich von der Polizei weggefahren wird.
Beide Männer wurden vorläufig festgenommen. Der jüngere Täter wurde „zur psychiatrischen Begutachtung einem Arzt vorgestellt und anschließend stationär im Krankenhaus aufgenommen“, wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilte. Darin heißt es weiter: „Sein Begleiter kam zur Blutentnahme sowie erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam und wurde anschließend entlassen. Die Rettungskräfte standen unter dem Eindruck des Geschehens und mussten ihre Dienste beenden.“
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