Mit einem BMW-SUV stürmten vier Männer in Lothringen eine Hochzeit und schossen mit Kalaschnikows um sich
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- Vier bewaffnete Männer stürmten eine türkische Hochzeit in Thionville, Lothringen, und schossen mit Kalaschnikows um sich.
- Zwei Personen kamen bei dem Angriff ums Leben, mehrere wurden verletzt.
- Die Ermittlungen konzentrieren sich auf einen Clan-Hintergrund der Tatverdächtigen.
Die Idylle einer Hochzeitsfeier in Thionville, Lothringen, wurde am vergangenen Wochenende durch einen brutalen Angriff erschüttert. Vier Männer, vermummt mit Sturmhauben, stürmten mit einem BMW-SUV die Feier. Einer wartete im Wagen, drei stiegen aus – bewaffnet mit Schrotflinte und zwei Kalaschnikows – und eröffneten das Feuer auf die Hochzeitsgesellschaft. Es war ein Killerkommando!

Die Spurensicherung am Tatort dauerte mehrere Tage
Bei dem Angriff wurden zwei Menschen getötet und mehrere weitere schwer verletzt.
Die französische Polizei vermutet, dass die Täter aus einem kriminellen Clan stammen. So berichtet L'essentiel aus mehreren Quellen, dass das Killerkommando mutmaßlich aus Marseille angereist sei. Die Ermittler, spezialisiert auf Clan-Kriminalität, gehen von einer gezielten Racheaktion aus, die in Zusammenhang mit Auseinandersetzungen innerhalb des Clans steht. Die Hochzeitsgesellschaft war kein unbeschriebenes Blatt – zahlreiche Gäste waren wegen verschiedener Delikte bekannt und dem Drogen-Milieu zugeordnet. Ein Todesopfer war bereits im vergangenen Jahr in Metz in eine Schießerei verwickelt.

Zwei Menschen wurden bei dem Attentat getötet, zwei weitere schwer verletzt.
Der Tatort bleibt weiter zur Spurensicherung gesperrt. Zahlreiche Patronen-Hülsen wurden sichergestellt.
Glück für die Ermittler: Acht Überwachungskameras rund um die Hochzeitslocation dokumentierten die Tat. Unter Berufung auf Polizeiquellen berichtet RTL.fr, dass die Ermittler eher von einem gezielten Angriff auf einige Hochzeitsgäste ausgehen. Thionville liegt nur 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Nach Belgien sind es 30 Kilometer, nach Luxemburg etwa 14 Kilometer, was die Fahndung nach den Tätern erschwert. Sie sind noch immer auf freiem Fuß.

Der Marseille-Verdacht kommt jedoch nicht vom Himmel gefallen: Die Stadt im Süden Frankreichs ist bekannt für den Drogenhandel und die Bandenkriege, war 2023 Schauplatz von 49 Morden und seit Jahresbeginn von sechs weiteren. Die Verbindungen dieser Drogen-Netzwerke sind in ganz Frankreich spürbar.
Mit Kriegswaffen eine Hochzeit stürmen? In Deutschland undenkbar! Viele der demografischen, religiösen und kulturellen Entwicklungen, die sich in Deutschland abzeichnen, sind im Nachbarland längst Realität. NIUS hat eine Stichprobe von Gewalttaten in Frankreich gemacht, die auf eine düstere Zukunft hindeuten.
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