Mit Steinen, Flaschen, Holzlatten: Heftige Ausschreitungen bei Eritrea-Veranstaltung in Stuttgart
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In Stuttgart ist es bei einer Eritrea-Veranstaltung zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Bis zu 200 Personen sind mit Steinen, Flaschen und Holzlatten auf Teilnehmer der Veranstaltung und Polizisten losgegangen, teilte ein Polizeisprecher mit.
Zehn Beamte seien bei den Angriffen verletzt worden. Vier Menschen seien bislang festgenommen worden. Videos in sozialen Medien zeigen, wie Männer mit Holzlatten und Flaschen auf die Polizisten losgehen.

Bis zu 200 Personen hätten Teilnehmer der Veranstaltung und Polizisten mit Steinen, Flaschen und Holzlatten angegriffen, teilte ein Polizeisprecher mit.
Rund 200 Menschen hätten sich am Samstag zu einer Veranstaltung des Verbands eritreischer Vereine in Stuttgart und Umgebung versammelt, berichtete ein Polizeisprecher. Die Vereine würden mit der Regierung in Eritrea sympathisieren.
Zur Mittagszeit hätten sich dann mehrere Kleingruppen am Bahnhof Bad Cannstatt und am Stuttgarter Hauptbahnhof versammelt. Sie seien am Stuttgarter Römerkastell auf die Teilnehmer der Veranstaltung losgegangen, hätten sie teilweise brutal attackiert. 24 Polizisten sind bei den Ausschreitungen verletzt worden, zwei davon schwer.

Eine Gruppe von Menschen wird nach Ausschreitungen bei einer Eritrea-Veranstaltung von Polizeikräften eingekesselt.
Die Polizei sei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Angreifer vorgegangen. Die Ausschreitungen liefen noch, so ein Polizeisprecher. Man habe Kräfte aus umliegenden Polizeipräsidien beordert und den Einsatz der Bundespolizei. Auch würden Kräfte per Hubschrauber eingeflogen. Die Lage sei laut Polizei unübersichtlich gewesen, inzwischen aber unter Kontrolle.
Der Baden-Württemberger CDU-Fraktionschef, Manuel Hagel, zu NIUS: „Diese Gewaltausbrüche sind ungeheuerlich! Das können wir auf unseren Straßen nicht akzeptieren! Diese Leute, die so brutal gegen andere Menschen, gegen unsere Polizistinnen und Polizisten vorgehen, haben ihr Recht, bei uns Schutz und Zuflucht zu finden, verwirkt. Das heißt, dass wir sofortige Ausweisungen vornehmen müssen – und notfalls dafür auch das Aufenthaltsgesetz verschärfen.“
Im Juli war es im hessischen Gießen zu Ausschreitungen bei einem Eritrea-Festival mit mindestens 26 verletzten Polizisten gekommen, als Gegner der Veranstaltung Sicherheitskräfte mit Stein- und Flaschenwürfen attackierten und Rauchbomben zündeten.
Die Beamten hatten unter anderem Schlagstöcke gegen sie eingesetzt. Die Organisatoren des Events in Gießen standen der umstrittenen Führung des ostafrikanischen Landes nahe. In Stockholm kam es im August bei einem Eritrea-Festival zu gewalttätigen Ausschreitungen mit mehr als 50 Verletzten.
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