Mysteriöses Verschwinden von der eigenen 56-Meter-Yacht: Krimi um zwei tote Milliardäre!
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Ein Rätsel, das ganz England in Atem hält – es geht um mysteriöse Todesfälle, um viel Geld und eine Segelyacht, auf der sich eine Tragödie abgespielt hat ...
Um fünf Uhr morgens gerät die „Bayesian“ (Baujahr 2008, 3000 Quadratmeter Segelfläche) auf der Höhe der Stadt Porticello vor Sizilien in einen heftigen Tornado. An Bord: der britische Milliardär Mike Lynch (59) und seine Familie. Trotz starkem Wind und rauer See war der Kapitän am Abend mit dem Schiff in See gestochen. Der 56 Meter lange Segler geriet in schwere See, der 75 Meter hohe Aluminiummast brach, dann kenterte die Luxusyacht und versank in den Fluten.

Der britische Milliardär Mike Lynch
15 Überlebende konnten von einem nahen Segelboot und von Soldaten der Küstenwache gerettet werden. Unter ihnen Lynchs Ehefrau, laut BBC rechtmäßige Eigentümerin der Yacht. Auch der Kapitän und ein einjähriges Baby wurden gerettet. Lynch selber ist verschollen.
Lynch wurde vor erst zwei Monaten freigesprochen
2011 hatte Milliardär Lynch seine Firma „Autonomy“ für elf Milliarden Dollar an Hewlett Packard verkauft. Er wurde als „Englands Bill Gates“ gefeiert. Auf seiner Yacht soll Lynch seinen Sieg nach einem jahrelangen Rechtsstreit gefeiert haben. Der Deal mit Mike Lynch hatte sich für Hewlett Packard als Flop erwiesen. Binnen eines Jahres musste HP fast neun Milliarden Dollar abschreiben. Es folgte ein langer Rechtsstreit. Lynch und seinem Partner Chamberlain aus der Führungsriege der Firma wurde vorgeworfen, die Umsatzzahlen vor dem Verkauf manipuliert zu haben. Lynch wurde schließlich an die USA ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht werden sollte. Ihm drohten 25 Jahre hinter Gittern. Doch vor knapp zwei Monaten wurde Lynch überraschend freigesprochen, zuvor stand er ein Jahr unter Hausarrest in den USA. „Wenn das hier falsch gelaufen wäre, wäre es das Ende des Lebens gewesen, wie ich es bisher kannte“, sagte er der Zeitung The Sunday Times. „Ich musste mich von allem und jedem verabschieden, weil ich nicht wusste, ob ich jemals wieder zurückkommen würde.“
Nach dem Yacht-Unglück werden er und fünf weitere Personen vermisst. Hubschrauber überflogen das Gebiet, in dem sich der Unfall ereignete. Küstenwache, Feuerwehrtaucher und die Carabinieri versuchen nun an das Wrack ranzukommen. Es liegt eine halbe Meile vor der Küste in 49 Meter Tiefe. „Englands Bill Gates“ wurde bisher nicht gefunden.

Mit einem Aluminiummast von über 70 Metern Höhe brach die „Bayesian“ Rekorde.
Zwei Rätsel bleiben offen ...
Das erste Rätsel: Warum ließ Milliardär Lynch zu, dass sein Kapitän trotz Tornado-Warnung in See stach? Obwohl seine Familie und Kinder mit an Bord waren?
Das zweite Rätsel deckte die englische Zeitung Daily Mail auf – und deren Recherchen lassen den Fall noch mysteriöser erscheinen. Wenige Tage vor dem Unglück der Yacht vor Sizilien war der Mitangeklagte von Milliardär Lynch – Stephen Chamberlain – beim Joggen im englischen Cambridgeshire von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Chamberlain war Vizepräsident und Finanzchef der Firma „Autonomy“ gewesen. Er war nach Medienberichten ebenfalls Milliardär. Ihm drohten die gleichen Strafen wie seinem Chef Lynch. Auch er wurde freigesprochen.
Zwei mysteriöse Todesfälle innerhalb weniger Tage. Zwei Milliardäre, die gemeinsam vor Gericht standen und in allen 15 Anklagepunkten freigesprochen wurden. Beide freuten sich auf ein neues Leben in Freiheit. Beide konnten das neue Glück nur wenige Tage genießen.
War es ein böser Scherz des Schicksals? War es Zufall? Oder hat jemand sich an den beiden rächen wollen – auf besonders perfide Weise?
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