Nach Abstürzen mit 346 Toten: Boeing bekennt sich schuldig
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Der US-Flugzeugbauer Boeing ist bereit, sich im Fall zweier Abstürze von 737-MAX-Maschinen wegen Verabredung zum Betrug schuldig zu bekennen. Damit würde der Konzern weiteren Untersuchungen des Justizministeriums entgehen, heißt es in einem Dokument, das das Justizministerium Sonntagabend beim Bundesgericht in Texas einreichte. Die Vereinbarung bedarf noch der Zustimmung eines Bundesrichters. Sollte es dazu kommen, müsste Boeing 243,6 Millionen Dollar Strafe zahlen.
Der Konzern wäre damit wegen eines schweren Verbrechens verurteilt. Mit einem Schuldeingeständnis riskiert der Flugzeugbauer zwar, dass ihm weitere lukrative Regierungsaufträge entgehen – etwa vom Verteidigungsministerium oder der Raumfahrtbehörde NASA. Zugleich würde sich Boeing durch das Schuldeingeständnis einen Prozess ersparen, der zahlreiche Konzernentscheidungen, die zu den Abstürzen geführt haben, unter eine noch größere öffentliche Prüfung bringen würde.

Boeing-CEO Dave Calhoun bei einer Anhörung vor dem amerikanischen Senat in Washington.
Ein Boeing-Sprecher bestätigte, dass mit dem Justizministerium eine Grundsatzeinigung über die Bedingungen für eine Lösung erzielt worden sei.
Die Anklage betrifft zwei Abstürze von Maschinen des Typs 737 MAX in Indonesien und Äthiopien in den Jahren 2018 und 2019. Innerhalb von fünf Monaten waren dabei 346 Menschen ums Leben gekommen. Die Familien der Opfer hatten verlangt, dass Boeing strafrechtlich belangt wird.
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