Nach Beleidigung durch SPD-Nachwuchs: Ein Gruß an die Polizei
Ein Beitrag von
Am Wochenende zeigte die Jugendorganisation der SPD in Leipzig einmal mehr, welches Verständnis die jungen Damen und Herren und Diversen in dieser von ihrer Partei offiziell legitimierten Gruppe von der freiheitlich demokratischen Grundordnung haben.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte sich am Samstag endlich einmal vor ihre Polizei-Organe gestellt und getwittert: „Jeden Tag halten zehntausende Polizistinnen und Polizisten ihren Kopf hin für unsere Sicherheit und unsere Demokratie. Sie verdienen unseren Respekt und nicht unsere Beschimpfungen.“
Anlass war die zunehmend ausufernde, täglich erfahrene Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten. Der ARD-Journalist Stephan Anpalagan hatte die Polizei in Deutschland zudem gerade als Nachfolge-Organisation von Hitlers GeStaPo bezeichnet. Das durfte selbst Frau Faeser so nicht stehen lassen.
Die Antwort der Jusos Leipzig ließ nicht lange auf sich warten: „Jeden Tag sind Polizistinnen und Polizisten (…) Mitglieder in rechten Chatgruppen und Netzwerken. Sie sind eine Gefahr für unsere Sicherheit und unsere Demokratie. Sie verdienen Beschimpfungen und keinen Respekt.“
Merke: Die oberste Polizeichefin stellt sich vor die Männer und Frauen, die ein Garant sind für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die Jugendorganisation der großen Volkspartei SPD wendet sich dann offiziell gegen ihre SPD-Innenministerin. Die eigene Parteijugend als Heckenschütze. Klasse.
Ja, es gibt Fälle, in denen einzelne Polizisten oder Polizistinnen sich vom Boden des Grundgesetzes wegbewegt haben. Eine rechtsextreme Betätigung ist nicht zu tolerieren, zumal sie sich in einem Dienst-Eid zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekannt haben. Diese Ausreißer helfen sicher nicht, das Narrativ der wachsenden rechtsextremen Netzwerke der Polizei zu brechen.
Jedoch sind dies Einzelfälle, die nicht im Geringsten mit dem zu tun haben, was die Männer und Frauen in Uniform täglich leisten. Sie halten – wie Faeser richtig bemerkt – jeden Tag, jede Stunde ihre Köpfe hin für etwas, was sie selbst als schützenswert erachten. Nämlich dass wir Bürgerinnen und Bürger uns sicher fühlen dürfen auf unseren Straßen, in unseren Parks und auf unseren Plätzen. Dass durch Präventionsarbeit Gewalttaten verhindert und – falls nicht zu verhindern – die Täter verfolgt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Angehende Polizisten aus Bayern bei der Vereidigungsfeier
Wegen des märchenhaften Verdienstes stellen sich junge Polizei-Anwärter sicher nicht in den Dienst am Staat. Sicher auch nicht, weil sie es den bösen Buben einmal richtig zeigen wollen. Die Suche nach Abenteuer ist nach Umfragen nicht der Grund, sich für den Polizeidienst zu entscheiden.
Es sind der Dienst nah am Menschen, der Einsatz für das Gemeinwohl, aber auch die Freude an verdienter Anerkennung, die deutlich häufiger den Ausschlag geben.
Man möchte den offensichtlich weltfremden Juso-Vertretern aus Leipzig fast raten, sich einmal gemeinsam mit ihren Familien am späten Abend in die Leipziger Eisenbahnstraße oder in den Clara-Zetkin-Park zu bewegen. Schauen wir mal, wer sich dann als erster wünscht, irgendwo eine Uniform zu entdecken.
Dieser Text ist ein Auszug aus dem täglichen NIUS-Newsletter von Chefredakteur Jan David Sutthoff (hier anmelden).
Mehr NIUS:
Gutachten von Prüfinstitut Dekra beweist: Windkraftanlagen in Baiereck erzeugen unzulässigen Brummton
London: Britischer Premier Keir Starmer kündigt Rücktritt an
Verpflichtung wahrscheinlich: Bundeswehr schickt 5000 Soldaten an Belarus-Grenze
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Mehr NIUS:
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Aktuelle Zahlen belegen: Sogar die Polen wandern inzwischen aus Deutschland aus
130-Kilo-Mörder flieht bei Freigang in Peine – LKA fahndet nach 42-Jährigem
Schwere Krise im Automobil-Mittelstand: Jeder zweite Zulieferer streicht Jobs
Jan David Sutthoff
Artikel teilen
Kommentare