Nach irrer Äußerung zu Rentnern: Das sind die Pensionsansprüche von Ricarda Lang
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- Ricarda Langs geschätzte Pensionsansprüche belaufen sich nach einer Wahlperiode auf ca. 12.015,48 Euro pro Jahr.
- Nach zwei Wahlperioden steigt dieser Betrag auf etwa 24.030,96 Euro jährlich.
- Die Grünen-Politikerin erregte Aufsehen durch eine dramatische Fehleinschätzung der Durchschnittsrente bei Markus Lanz. Lesen Sie mehr dazu hier.
Ricarda Lang, Mitglied des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitzende der Grünen, steht aufgrund ihrer jüngsten Äußerungen über Renten im Fokus der öffentlichen Diskussion. Bei einem Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz schätzte Lang die durchschnittliche Rente in Deutschland auf etwa 2.000 Euro, wobei die tatsächliche Durchschnittsrente bei nur 1.543 Euro liegt. Dieser Vorfall lenkt nun die Aufmerksamkeit auf ihre eigenen Pensionsansprüche.

Ricarda Lang erarbeitet pro Jahr das 7,7-Fache des Rentenanspruchs eines Normalverdieners.
Auf Grundlage der aktuellen Diäten beträgt ihr Jahresgehalt im Bundestag 120.154,68 Euro (zzgl. üppiger Pauschalen). Die Pensionsansprüche von Lang berechnen sich wie folgt:
- Jahresdiäten: 10.012,89 Euro × 12 Monate = 120.154,68 Euro.
- Pension pro Jahr im Bundestag (2,5 Prozent der Jahresdiät): 120.154,68 Euro × 2,5 Prozent = 3.003,87 Euro.
- Pensionsanspruch nach vier Jahren: 3.003,87 Euro × 4 Jahre = 12.015,48 Euro pro Jahr.
Nach einer vierjährigen Wahlperiode würde Lang demnach einen Pensionsanspruch von rund 12.015,48 Euro pro Jahr erwerben. Das sind rund 1.000 Euro Rente für vier Jahre Mitgliedschaft im Parlament. Bei einer Mitgliedschaft von acht Jahren, also zwei Wahlperioden, würde dieser Anspruch auf etwa 24.030,96 Euro jährlich ansteigen. Also gibt es dann 2.000 Euro Pension monatlich.
Diskrepanz zwischen Politiker-Pension und Durchschnittsrente
Die Diskussion um Ricarda Langs Äußerungen hebt die deutliche Diskrepanz zwischen den Pensionsansprüchen von Bundestagsabgeordneten und der Durchschnittsrente in Deutschland hervor. Besonders absurd: In einem Jahr Mitgliedschaft im Bundestag erhält Lang siebenmal mehr Rentenanspruch (250 Euro Rente pro Mitgliedsjahr) als ein normaler Arbeitnehmer in einem Jahr erarbeitet (etwa 35 Euro Rente pro Arbeitsjahr).
In Summe müssen Rentner 45 Jahre Beiträge zahlen, um die durchschnittliche Rente von etwa 1.543 Euro zu erhalten.

Das Arbeitsministerium schätzt, dass mehr als 9 Millionen Menschen weniger als 1.500 Euro Rente beziehen werden.
Das deutsche Rentensystem zeigt also deutliche Diskrepanzen im Vergleich zur Altersversorgung von Politikern.
Der Höchstsatz der Pension eines Bundestagsmitglieds wird erreicht, wenn ein Abgeordneter 27 Jahre im Bundestag tätig war. Dann erhält ein Bundestags-Pensionär mindestens 6.700 Euro monatlich.
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Philippe Fischer
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