Nach Kritik am Wolfsgruß: Türkei wirft Deutschland Fremdenfeindlichkeit vor
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Der Skandal-Jubel von Türkei-Nationalspieler Merih Demiral entwickelt sich zu einem diplomatischen Streit zwischen Deutschland und der Türkei. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte die rechtsextreme Geste als „inakzeptabel“ kritisiert, gesagt, dass Symbole türkischer Rechtsextremisten in den Stadien nichts verloren hätten und gefordert, dass die UEFA Sanktionen prüfen solle.
Das türkische Außenministerium reagierte erbost: „Die Reaktionen der deutschen Behörden auf Herrn Demiral sind selbst fremdenfeindlich.“ Der Wolfsgruß sei ein „historisches und kulturelles Symbol“, das sich gegen „niemanden“ richte. Die Türkei hat sogar den deutschen Botschafter einbestellt, wie die ARD berichtet.

So reagierte Nancy Faeser bei X.
Außerdem verwies das türkische Außenministerium auf die Einordnung des Bundesamtes für Verfassungsschutz, wonach „nicht jeder Verwender dieses Grußes ein türkischer Rechtsextremist sein“ müsse.
Dennoch stellt der Verfassungsschutz fest: „Vom ,Grauen Wolf‘ abgeleitet ist der sogenannte Wolfsgruß, eine der bekanntesten Gesten der ,Ülkücü‘-Szene. In entsprechendem Zusammenhang kann das Zeigen des ,Wolfsgrußes‘ als Bekenntnis zur „Ülkücü“-Ideologie gewertet werden.“
Die UEFA hat inzwischen ein Untersuchungsverfahren gegen Demiral eingeleitet.
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