Nach Tötungsversuch bei Regensburg: Tatverdächtiger in Italien festgenommen – beim Versuch, nach Afghanistan auszureisen
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Nachdem im August eine 36-jährige Frau aus dem Fenster ihrer Wohnung in Lappersdorf in Bayern geworfen worden war und schwere Verletzungen erlitt, war der mutmaßliche Täter wochenlang auf der Flucht. Nun nahmen ihn Polizisten am Flughafen in Rom fest – offenbar beim Versuch, sich nach Afghanistan abzusetzen. Über den Vorfall berichten das Portal InFranken und die Mittelbayrische Zeitung.
Die Festnahme in Italien geht dabei auf einen Donnerstag Mitte August zurück. Damals fand die Polizei in Lappersdorf eine Frau mit schweren Verletzungen vor. Wie die Geschädigte aussagte, soll ihr 48-jähriger Lebensgefährte sie aus dem Fenster geworfen haben. Laut Berichten hatten Nachbarn an dem Tag lautes Geschrei und Streit gehört – und beobachtet, wie die Frau stürzte.
Die Kriminalpolizei Regensburg nahm die Ermittlungen wegen eines Gewaltverbrechens auf und leitete eine Fahndung ein. Zahlreiche Polizeistreifen und ein Spürhund waren im Einsatz, wie damals mitgeteilt wurde. Der dringend gesuchte 48-jährige Verdächtige aber tauchte unter, die Fahndung blieb erfolglos. Schließlich wurde der Durchbruch erzielt, als der afghanische Staatsbürger am 16. Oktober 2024 auf dem Flughafen in Rom im Rahmen einer internationalen Fahndung festgenommen wurde. Ein europäischer Haftbefehl war zuvor von der Staatsanwaltschaft ausgestellt worden, um seine Festnahme zu sichern.
Statt Kabul nun Anklag wegen versuchten Totschlags
Nach Informationen der Mittelbayerischen Zeitung wollte der Verdächtige zunächst nach Dubai fliegen, um anschließend nach Kabul, der Hauptstadt Afghanistans, weiterzureisen. Die Rückführung des Mannes nach Deutschland wird nun vorbereitet, teilte die Polizei mit.

Ein Markt in Kabul in Afghanistan.
Die 36-jährige Frau, die bei dem Vorfall schwer verletzt wurde, konnte nach mehreren Wochen das Krankenhaus verlassen. Dem 48-jährige Afghanen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Die Ermittlungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg geführt.
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