Netanjahu informierte Trump über das Khamenei-Treffen: Warum der Iran-Krieg am Samstag ausbrach
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Nicht die CIA, sondern die Israelis wussten als erste über das Treffen von Ajatollah Khamenei mit seinen wichtigsten Beratern Bescheid, berichtet die Nachrichtenseite Axios. Mit der Bestätigung der Information fiel der Entschluss zum Angriff.
Nachdem die New York Times berichtet hatte, dass die CIA unter Berufung auf eine Quelle aus dem Iran Israel über Ort und Zeitpunkt des Treffens Khameneis mit hohen Beamten, Militärs und Geheimdienstlern informierte, enthüllt die US-Nachrichtenwebsite Axios, dass es sich andersherum verhielt.
Demnach habe Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu US-Präsident Donald Trump am 23. Februar angerufen. In dem bislang nicht öffentlich bekannten Telefonat, das aus dem Situation Room des Weißen Hauses geführt wurde, habe Trump von Netanjahu erfahren, dass sich Khamenei und seine wichtigsten Berater am Samstagmorgen an einem Ort in Teheran treffen würden – eine einzigartige Gelegenheit, sie durch einen Luftschlag auszuschalten.

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Diplomatische Bemühungen blieben fruchtlos
Axios zufolge habe Trump daraufhin die CIA angewiesen, die von der israelischen Militäraufklärung gesammelten Informationen über Khamenei zu überprüfen. Der Geheimdienst bestätigte die Erkenntnisse der Israelis nach drei Tagen. Zuvor hatte Trump in seiner Rede zur Lage der Nation das Thema Iran nur kurz angeschnitten, um Teheran nicht zu alarmieren.
Als dann noch die beiden Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff aus Genf anriefen und erklärten, dass die dort stattfindenden Verhandlungen mit dem Iran ins Leere liefen, wusste Trump zwei Dinge: Die Informationen über das Khamenei-Treffen waren belastbar und die diplomatischen Bemühungen brachten nichts. Am Freitag, dem Tag darauf, gab Trump den endgültigen Befehl zum Angriff.
Dieser war eng mit den Israelis abgestimmt, auf politischer, militärischer und nachrichtendienstlicher Ebene. Die Frage war nicht so sehr, ob der Angriff auf die Islamische Republik Iran stattfinden würde, sondern wann. Netanjahu reiste mehrmals nach Washington und beide telefonierten laut amerikanischen und israelischen Beamten in den zwei Monaten vor Kriegsbeginn 15 Mal.

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Der Zeitpunkt war lange unklar
Der ursprüngliche Plan soll einen Angriff Ende März oder Anfang April vorgesehen haben, um der Regierung Zeit zu geben, öffentliche Unterstützung aufzubauen. Durch die Gelegenheit, die das Treffen in Teheran bot, wurde er vorgezogen, angeblich, laut einem Beamten, weil Netanjahu zu „drängen“ begonnen habe, was Trump aber verneinte.
US-Außenminister Marco Rubio sagte am Dienstag, die Operation „hätte ohnehin stattfinden müssen“ und es sei lediglich „eine Frage des Zeitpunkts“ gewesen. Einer israelischen Quelle zufolge war es Trump, der früher, Anfang des Jahres, habe zuschlagen wollen, und „Bibi“ (Netanjahu) habe um Aufschub gebeten. Dass man gemeinsam militärisch handeln wolle, sei aber immer klar gewesen.
Das Weiße Haus bestritt die Berichterstattung von Axios nicht und verwies auf die öffentlichen Äußerungen von Trump und Rubio vom Dienstag.
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