Nikolas Häckel: Abgewählter Bürgermeister von Sylt mit 50 Jahren gestorben
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Nikolas Häckel (50), ehemaliger Bürgermeister von Sylt, ist tot.
Details zu den Todesumständen sind bislang nicht bekannt. Die Angehörigen bitten darum, keine Spekulationen über die auf Sylt kursierenden Gerüchte anzustellen. Häckel hatte von 2015 bis 2024 das Amt des Bürgermeisters der Inselgemeinde inne und wurde am 29. September abgewählt.

Häckel Ende September im Rathaus in Westerland
Die Gemeinde Sylt bestätigte den Tod des 50-Jährigen. „Mit Bestürzung erhielten wir soeben die Nachricht, dass unser ehemaliger Bürgermeister Nikolas Häckel verstorben ist“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. „Wir alle sind zutiefst betroffen. Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie.“ An Spekulationen zur Todesursache werde man sich auch mit Rücksicht auf die Familie nicht beteiligen, sagte ein Sprecher.
Einem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge war Häckel Ende Oktober in einer Wohnung in Hamburg kollabiert und in einem lebensbedrohlichen Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort starb er dem Bericht zufolge Ende vergangener Woche. Die Hamburger Polizei führt den Angaben zufolge ein Todesermittlungsverfahren.

Im September 2022 fand ein Punk-Camp auf Sylt statt, Bürgermeister Häckel sprach durchs Megaphon mit den „Besetzern“.
Abgewählt nach langen Querelen
Häckel wurde erst Anfang Oktober nach monatelangen Querelen um das Amt im Rathaus in Westerland offiziell in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Zuvor war er Ende September mit deutlicher Mehrheit abgewählt worden.
Kommunalpolitiker hatten im Sommer ein Abwahlverfahren gegen den hauptamtlichen Sylter Bürgermeister eingeleitet. Sie warfen dem gebürtigen Sylter unter anderem die jahrelange Haushaltsmisere, fehlende Kommunikation, mangelhaftes Vertrauen sowie Unzulänglichkeiten bei seiner Verwaltungsarbeit vor.

Nikolas Häckel vorm Rathaus – zuletzt hatte es viel Ärger um sein Amt gegeben.
Häckel führte die Verwaltung auf der Nordseeinsel seit 2015 und wollte nach überstandenem Burnout eigentlich wieder zurück auf den Chefsessel. Er war seit Februar krankgeschrieben. Bereits im Sommer 2023 hatte er seine Amtsgeschäfte mehrere Wochen nicht wahrnehmen können. Seine Abwahl nahm gelassen hin: „Jetzt gehe ich in Pension, werde mein Leben genießen, Urlaube machen, Hobbys ausleben – und das mit 50 zu starten, finde ich ein riesiges Geschenk“, sagte er im Anschluss.
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