Nur Stunden nach Faeser-Besuch: Wachmann sticht in Flüchtlingsheim auf Kollegen ein
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- Innenministerin Nancy Faeser besucht zusammen mit EU-Innenkommissarin Ylva Johansson das Ankunftszentrum Berlin Tegel.
- Schwer bewacht wurde die kleine Zeltstadt auf dem ehemaligen Flughafen inspiziert.
- Wenige Stunden später sticht ebendort ein Wachmann auf seinen Kollegen ein.
Die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hat Deutschland für das Engagement bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine gedankt. „Sie machen das klasse“, sagte sie am Mittwoch in Berlin beim Besuch des großen Flüchtlingsheims in Berlin-Tegel.
Auffällig: Die dazu herausgegebenen Fotos zeigen keine Flüchtlinge, sondern lediglich die beiden Politikerinnen, die von einem Tross an Sicherheitsleuten begleitet werden.

Ylva Johansson (links) und Nancy Faeser bei Ankunft in der Flüchtlingsunterkunft
Johansson sagte bei dem Besuch, dass Deutschland beim Thema Migration unter Druck stehe. Aber Deutschland gehe sehr gut damit um.
Nur wenige Stunden später wütete wieder die Messer-Gewalt
Nach dem Besuch von Faeser kehrte wieder Alltag in der Flüchtlingsunterkunft ein. In Tegel kam es in der Vergangenheit nahezu regelmäßig zu Messerangriffen und Schlägereien. Wenige Stunden nach Abreise der Ministerin gerieten zwei Sicherheitsleute der Unterkunft in einen Streit.

Was Faeser in diesem Moment sah, ist nicht bekannt.
Zunächst flogen die Fäuste. Dann zog ein 34-Jähriger ein Messer und verletzte damit seinen 18-jährigen Kollegen. Er erlitt Schnitt- und Stichverletzungen an Brust und am Gesäß.
Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen. Festnahmen gab es der Polizeimeldung zufolge keine.
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