Obduktionsbericht: Fußballer Paul (15) starb durch „stumpfe Gewalt am Kopf“
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- Paul P. (15) starb laut Obduktionsbericht durch stumpfe Schläge an den Kopf.
- Ein gegnerischer Spieler soll den Berliner Fußballer bei einem Turnier an Pfingsten brutal attackiert haben.
- Der tatverdächtige Marokkaner (16) sitzt in Untersuchungshaft.
Sein Tod macht noch immer fassungslos. Jugendfußballer Paul P. aus Berlin,15 Jahre alt, starb vergangene Woche nach einem Prügel-Angriff bei einem internationalen Jugend-Fußball-Turnier in Frankfurt-Eckenheim. Jetzt liegt das Obduktionsergebnis vor: Todesursache war laut Oberstaatsanwältin Nadja Niesen stumpfe Gewalt am Kopf. Die Juristin zur Bild: „Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion ist der 15-Jährige infolge stumpfer Gewalteinwirkung gegen die linke Kopfseite gestorben.“
Ermittler: Der Marokkaner schlug von hinten zu
Beim „Germany Cup“ hatten am Pfingstsonntag die französische U-17-Mannschaft des FC Metz und der JFC Berlin gegeneinander gespielt. Nach Abpfiff nahm ein Spieler der Franzosen Paul nach bisherigen Ermittlungen erst in den Schwitzkasten und boxte ihn in den Magen. Als Paul sich befreien und weglaufen konnte, soll der Angreifer ihm gefolgt sein und von hinten auf seinen Kopf eingeschlagen haben. So brutal, dass Paul zusammenbrach, noch auf dem Spielfeld mussten Rettungskräfte den Teenager reanimieren. Er erlitt ein schweres Hirntrauma, wurde zwei Tage später für hirntot erklärt – am Tag darauf starb der Junge.
„Lieber Paul, wir vermissen dich“
Pauls Verein, der JFC Berlin, hat in den sozialen Medien eine bewegende Traueranzeige veröffentlicht. Sie zeigt ein Foto von Paul, daneben nehmen seine Vereinskollegen Abschied und beschreiben ihn als gutmütigen, ehrlichen, lebensfrohen Fußballer. „Lieber Paul, wir vermissen Dich und werden immer dankbar sein, für die Zeit, die wir mit dir verbringen konnten. Wir werden dein Andenken stets in Ehren halten. Auf geht's JFC.“
Der tatverdächtige marrokanische Spieler der Franzosen sitzt wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung mit Todesfolge in Hessen in Untersuchungshaft. Sein Verein veröffentlichte nach dem Vorfall ein Statement, in dem es heißt, er bestreite, Paul absichtlich verletzt zu haben. Der Anwalt des Marokkaners spricht laut Bild von „Notwehr“. Sollte es zum Prozess kommen und der Teenager wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt werden, droht dem Jugendlichen eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
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