Papst Franziskus fordert Russland auf, Getreideabkommen wieder aufzunehmen
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Papst Franziskus hat Russland dazu aufgerufen, das Getreideabkommen im Schwarzen Meer wieder aufzunehmen. Dieses Abkommen, das von der UN ausgehandelt wurde, sicherte den Transport von Weizen und Agrarprodukten aus der Ukraine über das Schwarze Meer. Russland hatte im Juli die Verlängerung dieses Abkommens abgelehnt.
Das Abkommen ermöglichte trotz des Krieges zwischen Russland und der Ukraine den sicheren Export von fast 33 Millionen Tonnen Getreide und Lebensmitteln über das Schwarze Meer. Seit Russland das Abkommen vor zwei Wochen einseitig aufgekündigt hat, sind viele Menschen, vor allem in Afrika, erneut von Hungerkatastrophen bedroht.

Der russische Präsident Wladimir Putin spricht mit Journalisten über das Getreideabkommen.
Papst Franziskus sprach nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz in Rom am Sonntag über diese Situation und sagte: „Hören wir nicht auf, für die gemarterte Ukraine zu beten, wo der Krieg alles zerstört - auch das Getreide. Das ist eine schwere Beleidigung Gottes. Denn das Getreide ist ein Geschenk von ihm, um den Hunger der Menschheit zu stillen. Und der Schrei von Millionen Brüdern und Schwestern, die Hunger leiden, steigt zum Himmel. Ich appelliere an meine Brüder, die Autoritäten der Russichen Föderation, das Getreideabkommen am Schwarzen Meer wieder aufzunehmen, damit Getreide in Sicherheit transportiert werden kann.“
Darüber hinaus erinnerte der Papst an die verheerende Explosion im Hafen von Beirut, die sich am 4. August zum dritten Mal jährt. Er betete für die Opfer und ihre Familien und hoffte auf eine Lösung für die komplexe Krise im Libanon.
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