Keine Lust auf komplizierte Feministinnen: „Passport Bros“ suchen im Ausland nach traditionellen Frauen
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Sie haben genug von nörgelnden Feministinnen und suchen eine traditionelle Partnerin aus dem Ausland. Sie träumen von einer klassischen Hausfrau, die kocht, putzt, Kinder erzieht und ihnen den Rücken für den Job freihält. Sie sind gebildet, erfolgreich und nennen sich „Passport Bros“.
Die Rede ist von Männern aus westlichen Ländern, die müde vom komplizierten Dating mit komplizierten Frauen sind. Sie fliegen auf andere Kontinente, um nach der idealen Partnerin zu suchen, die mit ihnen eine klassische Rollenverteilung lebt.
Die Ziele der „Passport Bros“: Kolumbien, Thailand, die Philippinen, Mexiko, Brasilien, aber auch mehrere osteuropäische Länder. Auf TikTok teilen die Romantik-Reisenden ihre Erfahrungen und schwärmen von Singles, die noch nicht durch zu hohe Ansprüche verdorben seien: In diesen Ländern seien viele Frauen noch gewillt, in einer traditionellen Beziehung zu leben. Das bedeutet: Der (in der Regel wirtschaftlich potentere) Mann ist der Versorger, lädt im Restaurant ein und umsorgt seine Partnerin, während sie wiederum den Laden daheim schmeißt – und im besten Fall noch gut aussieht.

Die Philippinen stehen bei den „Passport Bros“ aktuell hoch im Kurs.
„Passport Bros“: Verlierer oder Gewinner?
Im Netz diskutieren die Männer die Vor- und Nachteile einer solchen Beziehung: Während den einen wichtig ist, dass die Partnerin auf ihr Äußeres achtet und weiblich erscheint, genießen die anderen das hohe Ansehen, das westliche Karrieremänner in solchen Ländern genießen – allerdings nicht überall: Rund um die in Thailand spielende dritte Staffel der Erfolgsserie „White Lotus“ wurden die „Passport Bros“ plötzlich Thema. Denn die gut situierten Junggesellen bekamen von den Einheimischen den Spitznamen „Losers Back Home“. Auf Deutsch: Verlierer daheim.
Clips mit dem Hashtag #PassportBros werden auf TikTok tausendfach geklickt. Ein Mann mit dem Namen „Mr. Passport Bro“ stellt in einem Video seine asiatische Freundin vor und sagt, amerikanische Frauen würden ständig nörgeln, aber nicht mehr kochen oder putzen. Ist das jetzt die neue Variante der Männer, die in Thailand oder Osteuropa nach der idealen Partnerin suchten?

Attraktiv, fleißig, unkompliziert - so soll die Traumfrau der "Passport Bros" sein.
Nicht ganz. Die „Passport Bros“ geben meist an, im Job erfolgreich, aber schlicht frustriert von Dating-Apps und Singlefrauen mit überzogenen Ansprüchen und seelischen Dauerbaustellen zu sein. Soziologen stellen seit Jahren einen zunehmenden Trend zur Retraditionalisierung von Männern in westlichen Ländern fest.

Nix wie weg von frustrierten Feministinnen! Die Bewegung findet Anhänger auf der ganzen Welt
Feministinnen kritisieren die Bewegung als ausbeuterisch und sexistisch, bezeichnen dieses Modell gar als Prostitution und wollen die „Passport Bros“ in die Nähe der frauenhassenden Incels rücken.
Doch das scheint die Männer erst recht zu bestärken, ihr Liebesglück dort zu suchen, wo die Frauen weniger schwierig sind.
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