Plus 77 Prozent! Rasanter Anstieg von Asylanträgen in Deutschland
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Während die Städte und Kommunen im ganzen Land warnen, die Grenze der Belastbarkeit sei erreicht, setzt sich der Zustrom nach Deutschland auf Rekord-Niveau fort. Bis Ende August 2023 hat Deutschland fast 205.000 Asyl-Erstanträge registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 77 Prozent!
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verzeichnete allein im August 27.738 Erstanträge, was einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Insgesamt wurden bis Ende August 204.461 Erstanträge gestellt.

In vielen Orten – wie hier in Upahl, Mecklenburg-Vorpommern – regt sich Widerstand gegen die Asylpolitik der Ampel-Regierung.
Die Hauptgruppen der Antragsteller sind Syrer mit 61.500 Erstanträgen (plus 81 Prozent gegenüber 2022), Afghanen mit 35.800 Anträgen (ebenfalls ein Plus von 81 Prozent) und Türken mit 28.700 Anträgen (ein Anstieg von 209 Prozent), so berichtet die Welt. Während Syrer und Afghanen fast immer als schutzberechtigt anerkannt werden, erhalten nur 15 Prozent der türkischen Antragsteller einen positiven Bescheid vom BAMF.
Trotzdem finden Abschiebungen in die Türkei nur selten statt. Im ersten Halbjahr 2023 wurden laut einer Liste des Bundesinnenministeriums nur 345 Personen in die Türkei zurückgeführt.
Eine höhere Asylzuwanderung als aktuell im Jahr 2023 fand nur in vier anderen Jahren der Bundesrepublik statt: während der Migrationskrise 2015/2016 und während der Jugoslawienkriege 1992 und 1993. In einer kürzlich stattgefundenen Debatte im Bundestag forderte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt die Regierung auf, Maßnahmen zur Bewältigung der Migrationskrise zu ergreifen. Er schlug vor, Grenzkontrollen auszudehnen und freiwillige Aufnahmeprogramme zu stoppen.
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