Ratingen: Explosion bei Polizei-Einsatz verletzt 12 Einsatzkräfte – War es eine Falle?
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- Bei einer Explosion im Nordrhein-Westfälischen Ratingen sind laut Innenminister Reul Zwölf Menschen, alles Einsatzkräfte, verletzt worden.
- Die genauen Hintergründe sind noch unklar – die Detonation könnte aber bewusst als Reaktion auf einen Polizeieinsatz ausgelöst worden sein.
Hinterhältiger Angriff auf Einsatzkräfte? Laut NRW-Innenminister Herbert Reul waren die Einsatzkräfte am Vormittag zu einer „hilflosen Person“ in der zehnten Etage des Hauses gerufen worden. Die Polizei habe dann vor Ort die Feuerwehr hinzugezogen, um die Tür zu öffnen. In der Wohnung lebe eine Mutter mit ihrem Sohn, hieß es. Im Zimmer sei Feuer gewesen. Der Sohn habe dann mit einem noch nicht näher identifizierten Gegenstand eine Explosion ausgelöst. Die Vermutung steht im Raum, dass die Detonation Teil eines hinterhältigen Angriffs auf die Einsatzkräfte war. Die Polizei macht hierzu aktuell keine Angaben.
Schützen des SEK im Einsatz. Der festgenommene Wohnungsinhaber wurde nach Polizeiangaben mit „schwersten Verletzungen“ in ein Krankenhaus gebracht. Die in der Wohnung gefundene Leiche soll die der Mutter des Mannes sein, die mit ihm in der Wohnung lebte. Laut Bild soll sie schon länger tot gewesen sein.
Rauch strömt aus der Wohnung, in der sich die Explosion ereignete. 
Beamte des Spezialeinsatzkommandos vor Ort.
Update 15.30 Uhr: Nach der Festnahme des verdächtigen Mannes fanden die Beamten in der betroffenen Wohnung eine Leiche. Das erklärte die zuständige Polizei auf Twitter.
Update 15.20 Uhr: Die Polizei hat den Tatverdächtigen in Gewahrsam genommen. Das berichtet die dpa. Spezialeinsatzkräfte hätten die Wohnung gestürmt und den 58 Jahre alten Mann festgenommen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag vor Ort. Der Mann sei verletzt. Ob er durch die Explosion oder bei der Festnahme verletzt worden sei, könne man derzeit nicht sagen, sagte die Polizeisprecherin.
Update, 14.50 Uhr: Unbestätigten Berichten zufolge fallen immer wieder Schüsse in Ratingen. Während des Einsatzes an dem betroffenen Hochhaus hat es laut der dpa zahlreiche Knallgeräusche gegeben. Die Polizei machte dazu zunächst keine Angaben. Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen derweil schussähnliche Geräusche.
Bei der Explosion in einem Hochhaus in Ratingen sind nach vorläufigen Erkenntnissen zehn Feuerwehrleute und zwei Polizeibeamte zum Teil sehr schwer verletzt worden. Das berichtete Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Hintergründe seien noch unklar. Eine Polizeipressesprecherin vor Ort sprach von acht lebensgefährlich verletzten Einsatzkräften und zwei weiteren verletzten Personen.
Gegen zehn Uhr morgens habe die Wohnungseigentümergesellschaft die Polizei verständigt, dass ein Briefkasten eines Bewohners überquelle, berichtete Reul. Die Polizei habe dann vor Ort die Feuerwehr hinzugezogen, um die Tür zu öffnen. In der Wohnung lebe eine Mutter mit ihrem Sohn. Im Zimmer sei Feuer gewesen. Der Sohn habe mit einem noch nicht näher identifizierten Gegenstand eine Detonation ausgelöst.
Zahlreiche Spezialkräfte der Polizei sind nach der Explosion zu der Wohnung ausgerückt. Der Einsatzort wurde weiträumig abgesperrt, wie die dpa berichtete. Bewaffnete Beamte seien in das Hochhaus gegangen. Zudem waren den Angaben nach viele Rettungskräfte vor Ort.
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