Sandra Hunke, Mechanikerin und Model: „Fachkräftemangel? Man hätte viel früher was machen müssen!“
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Sandra Hunke ist Installateurin, Model und eine der erfolgreichsten Handwerker-Influencer Deutschlands. 600.000 Follower begeistert sie auf Instagram und TikTok. Viele schreiben sie an und fragen nach einem Tipp vom Profi. Wenn sie hinlangt, wackeln schon mal die Wände. Ihre größte Freude ist es, ihren Kunden aus alten Bädern Wellnessoasen zu zaubern.
Im Interview mit Ralf Schuler erklärt sie, warum Installateure eigentlich Anlagenmechaniker heißen, ein „Drei-in-einem Paket“ sind und das verstaubte Image längst Vergangenheit ist. Sie spricht über den Fachkräftemangel, den es mindestens seit 2012 gibt, die Aufgabenteilung mit ihrem Ehemann und über die Modewelt, die härter als die Baustellenwelt ist.
Das ganze Interview sehen Sie hier:
Mehr als nur „Gas, Wasser, Scheiße“
Für Hunke ist ihr Beruf als Handwerkerin etwas, das ganz viel Potenzial enthalte. Bei dem Fachkräftemangel herrsche in ihrer Branche „Goldgräberstimmung“. Man hat bis heute „zu wenige Handwerker und zu viel Arbeit.“ Entsprechend versteht die Influencerin nur bedingt, dass das Wording „Gas, Wasser, Scheiße“ die Leute abhalte. Der Beruf der Anlagenmechanikerin für Sanitär, Heizung, Klima biete viel mehr Potenzial als andere Lehrberufe.

Hunke im Interview mit Ralf Schuler
„Wir haben drei Berufe, die wir in dreieinhalb Jahren lernen. Sanitär, Heizung, Klima. Wir haben gerade bei Heizung einen großen Bereich, den wir abdecken, oder auch Bäder oder Sanitär. Das ist alles so innovativ geworden, dass auch der Beruf echt sehr modern geworden ist und nicht mehr so altbacken – so wie man das denkt.“
„Mein Papa ist selbstständiger Fliesenleger“
Hunke selbst hat das Handwerk in ihren Genen. Sie habe viel Zeit mit ihrem Vater in der Werkstatt verbracht, der selbst Fliesenleger ist. Ihre Eltern sagten bei der Berufswahl nicht: „Nein, du bist ein Mädchen, geh mal lieber irgendwie in diesen Bereich und in diesen Bereich“, berichtet die 32-Jährige. „Die haben mich in keine Ecke gedrängt, die haben mich immer unterstützt und ich habe früh gelernt, mit meinen Händen zu arbeiten. Das macht mir Spaß, das macht mir Freude und das kann ich richtig gut. Und deswegen wusste ich, ich möchte Handwerkerin werden.“

Sandra Hunke teilt ihr Berufsleben inzwischen auf: Handwerk und Modeln
„Modelwelt ist härter als die Baustellenwelt“
Ihr doppeltes Dasein gibt Hunke einen kräftigen Vorteil: Sie ist bei Handwerkern geschätzt und eignet sich so hervorragend als Markenbotschafterin der Branche. Namhafte Markenhersteller von Badarmaturen wie Hansa oder Nutzfahrzeug-Hersteller nutzen die Reichweite des Models und präsentieren sie als Markenbotschafterin. Hunke freut sich, dass sie beiden Branchen verbunden ist. „Das ist so cool. Aber ich sag’s Ihnen: Die Modelwelt ist härter als die Baustellenwelt“, sagt die Expertin. In der Modewelt müsse man sich hart durchbeißen und die Arbeit unter Frauen ... Hunke möchte nicht weiter darüber sprechen ...

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