Schon nächste Woche ist Schluss: Krankenhaus schließt überraschend und kündigt 190 Mitarbeitern
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- Das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein stellt Ende Februar 2024 den Betrieb in den somatischen Fachbereichen ein.
- 190 der 330 Mitarbeiter werden entlassen, die restlichen sind ab 1. März freigestellt.
- Alle Patienten müssen bis Ende dieser Woche entlassen oder verlegt werden.
Das Lahnsteiner St.-Elisabeth-Krankenhaus steht vor dem Aus. Ein abruptes Ende, das nicht nur bei den 190 direkt betroffenen Mitarbeitern, sondern auch in der gesamten Region für Entsetzen sorgt. Die Ankündigung kam überraschend: „Ende Februar 2024 wird der Krankenhausbetrieb in den somatischen Fachbereichen eingestellt. Deshalb können wir in den Kliniken für Innere Medizin, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Chirurgie und Orthopädie keine Untersuchungen, ambulanten oder stationären Behandlungen mehr durchführen. Auch in der Kurzzeitpflege können wir keine Gäste mehr aufnehmen“, schreibt die Klinik in Rheinland-Pfalz auf ihrer Homepage.
„Uns ist der Boden unter den Füßen weggezogen worden. Das sind alles Leute, die sind zum Teil hier ausgebildet worden. Seit 45 Jahren arbeiten sie in diesem Haus und erfahren dann also innerhalb von einer Woche, dass sie gar nicht mehr kommen brauchen“, zeigt sich Orthopäde Dr. Dietmar Dömlig gegenüber dem SWR schockiert.
Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist geprägt von Angst, Verunsicherung und Wut. Ein Mitarbeiter, seit 35 Jahren im Dienst, ist den Tränen nahe: „Was gerade abläuft, macht mich fassungslos. Und das von zwei christlichen Trägern. Mir fehlen die Worte“, erklärt er gegenüber der Rhein-Zeitung.
Psychiatrische Klinik bleibt erhalten
Mit der Schließung der somatischen Abteilungen geht ein Rennen gegen die Zeit einher. Alle Patienten müssen bis zum Wochenende entlassen oder verlegt sein, eine Herausforderung, die sowohl für das Personal als auch für die Betroffenen kaum zu bewältigen ist. Die chaotischen Zustände, abgesagte Operationen und die Anordnung, selbst die Kurzzeitpflege zu räumen, zeigen das Ausmaß einer Krise.
Bereits im Herbst war für das Krankenhaus Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet worden. In den vergangenen fünf Jahren erwirtschaftete die Elisabeth-Klinik ein Millionen-Defizit. Auch gestiegene Energiekosten brachten das Haus zusätzlich ins Wanken.
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