NIUS exklusiv! 220.000 Euro Steuergeld für Steinmeiers Sexpuppen-Ausstellung
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Frank-Walter Steinmeier freut sich über eine Sexpuppe. Der Bundespräsident öffnete seinen Amtssitz am 13. Juni für eine weit geöffnete Vagina. Sie ist Teil der Ausstellung „Freiraum Kunst“. Steinmeier ist der Schirmherr, die Akademie der Künste hat die Objekte ausgesucht. Nun ergab eine exklusive NIUS-Anfrage: Mindestens 220.000 Euro an öffentlichen Geldern stecken in der Sexpuppen-Ausstellung des Bundespräsidenten!
Die Akademie der Künste hat auf eine Presseanfrage von NIUS erstmals konkrete Zahlen zur Finanzierung des Projekts genannt. Demnach belaufen sich die Gesamtkosten der Ausstellung auf 625.000 Euro. Davon entfallen 233.000 Euro auf die Ausstellung und das Begleitprogramm, 321.000 Euro auf Sicherheitsmaßnahmen sowie weitere 71.000 Euro auf die Öffentlichkeitsarbeit.
Wolfram Weimer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), beteiligt sich mit 100.000 Euro Steuergeld an den Gesamtkosten. Allerdings fällt der Anteil öffentlicher Gelder, die in das Projekt fließen, deutlich höher aus. Denn die Akademie der Künste, eine vom Bund finanzierte Körperschaft des öffentlichen Rechts, trägt laut Auskunft einen „Eigenanteil“ von 124.000 Euro.

Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Dieser stammt zu einem großen Teil aus Steuermitteln. Nach Angaben des Bundeshaushalts 2026 erhält die Akademie im aktuellen Jahr einen Zuschuss von rund 32,5 Millionen Euro, der Bund trägt damit 96,21 Prozent der Gesamt-Finanzierung der Akademie. Umgerechnet auf den für die Ausstellung ausgewiesenen Eigenanteil von 124.000 Euro entspräche dies einem rechnerischen Bundesanteil von rund 120.000 Euro.

Die Pop-up-Galerie „FREIRAUM KUNST – Akademie der Künste goes Bellevue“ im Schloss Bellevue in Berlin. Das temporäre Kunstprojekt findet vor Beginn der geplanten Sanierungsarbeiten am Amtssitz des Bundespräsidenten statt.
Hinzu kommen weitere staatliche Leistungen, deren Wert in den Antworten der Akademie nicht beziffert wird. So werden die Räumlichkeiten im Schloss Bellevue kostenlos zur Verfügung gestellt. Offen bleibt zudem, wer die mit 321.000 Euro veranschlagten Sicherheitskosten tatsächlich trägt. Sollten diese ganz oder teilweise von staatlichen Stellen übernommen werden, würde der tatsächliche Anteil öffentlicher Mittel erheblich über den bislang ausgewiesenen Beträgen liegen.
Mehrheit des Budgets soll von privaten Geldgebern stammen
Auf Nachfrage nach weiteren Finanzierungsquellen teilte die Akademie mit, der „absolut überwiegende Teil des Gesamtbudgets“ entfalle auf nichtöffentliche Drittmittel. Wie hoch die einzelnen Beiträge der Sponsoren ausfallen, will die Akademie jedoch nicht offenlegen. Zur Begründung verweist sie auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sowie vertraglich vereinbarte Vertraulichkeit. Vertragskonditionen, Sponsoringbeiträge und individuelle Honorarsätze seien daher nicht öffentlich.
Zwischen den ausgewiesenen Gesamtkosten von 625.000 Euro und den ermittelten Finanzierungsbeiträgen von 224.000 Euro – bestehend aus dem Eigenanteil der Akademie und dem Zuschuss des Bundes – liegt eine Differenz von 401.000 Euro, deren genaue Herkunft nicht beziffert wird.
Sehen Sie hier einen Kissler-Kompakt-Beitrag zum Thema:
Akademie beantwortet Presseanfrage über Anwälte
Bizarr: Nicht die Pressestelle der Akademie beantwortete die Presseanfrage von NIUS – sondern eine von der Akademie beauftragte Anwaltskanzlei.
Daraufhin wollte NIUS wissen, welche Kosten der Akademie durch die Einschaltung externer Rechtsanwälte für die Beantwortung unserer Presseanfrage entstanden sind. Eine Auskunft hierzu verweigerte die Akademie jedoch. Zur Begründung erklärte sie, Vertragskonditionen, Vergütungssätze und Honorare von Dienstleistern – einschließlich Anwaltskanzleien – seien als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse einzustufen und daher grundsätzlich von einer Offenlegung ausgenommen.
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