Sie flog vom EM-Spiel 181 km weiter nach Luxemburg: Baerbock lässt Nachtflugverbot der Grünen aufheben
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Wasser predigen und Wein saufen: Außenministerin Annalena Baerbock (43) hat wieder einmal auf Vorschriften gepfiffen, die ihre grüne Verbotspartei selbst erstritten hat. Wegen eines Fußballspiels hebelte sie das Nachtflugverbot über Frankfurt aus und ließ sich in einer Sondermaschine der Bundeswehr nach Luxemburg fliegen.
Wieviel Gespür die Ober-Grünen noch für die Bevölkerung und ihre eigene Parteibasis haben, zeigt der jüngste Vorfall um Annalena Baerbock. Die Außenministerin gönnte sich am 23. Juni das EM-Spiel Deutschland-Schweiz in Frankfurt. Ein Selfie von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigt die Chefdiplomatin im kurzärmeligen Deutschland-Trikot mit den vier Sternen.
Es sei der früheren Leistungssportlerin vergönnt. Doch was im Anschluss an das Match (1:1) geschah, ist ein Schlag ins Gesicht aller normalen Bürger. Um nach Luxemburg zu kommen, wegen des am nächsten Morgen beginnenden Treffens der EU-Außenminister, pochte Baerbock mal wieder auf eine Sonderbehandlung.

Bundeskanzler Olaf Scholz, Außenministerin Annalena Baerbock und Innenministerin Nancy Faeser.
Auch Kanzler Scholz ließ sich nachts noch ausfliegen
Über Frankfurt mit dem größten Flughafen Deutschlands herrscht aus gutem Grund ab 23 Uhr eines strenges Nachtflugverbot. Bevor dies in Kraft trat, trieben nächtliche Starts und Landungen im Sekundentakt vor allem die Bewohner im Süden der Mainmetropole fast in den Wahnsinn. Grotesk: Es ist vor allem auch ein Verdienst der hessischen Grünen, dass das nächtliche Chaos am Himmel der Vergangenheit angehört und heute strikt untersagt ist.
Doch nach dem EM-Spiel gab es einen Rückfall in alte Zeiten. Um 23.54 Uhr – fast eine Stunde nach Einsetzen des Flugverbots – schreckten die Bewohner wegen dröhnenden Lärms auf. Es war eine Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr, die für Verärgerung sorgte. An Bord eine gut gelaunte Annalena Baerbock, die sich über den Gruppensieg der deutschen Mannschaft freute. Und weil dies noch nicht ausreichte, hob ein zweites Flugzeug ab. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ließ sich aus Frankfurt ausfliegen.
Das zuständige hessische Wirtschaftsministerium bestätigte gegenüber Bild: „Für beide Flüge wurde seitens der Behörde das öffentliche Interesse anerkannt.“
Eigener grüner Partei Bärendienst erwiesen
Pikant: Noch bis kurz vor der EM hatten ausgerechnet die Frankfurter Grünen jeden Versuch bekämpft, das Nachtflugverbot während des Turniers zu lockern, damit beispielsweise Mannschaften umgehend nach ihren Spielen zum nächsten Austragungsort weiterfliegen könnten. Ihr Hauptargument: „Das öffentliche Interesse kann nicht als Argument für die Aussetzung des Nachtflugverbots herangezogen werden.“
„Alle Spielorte sind perfekt an das Bahnnetz angeschlossen“, schrieben die Öko-Aktivisten weiter. Bis zur Parteifreundin Annalena Baerbock scheint dies nicht vorgedrungen zu sein.
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