Skandal-Besuch aus Afghanistan: Taliban-Funktionär predigt in Kölner DITIB-Moschee
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Ein Taliban-Funktionär aus Afghanistan zu Gast in einer Moschee in Deutschland? Anscheinend kein Problem!
Am Donnerstag gastierte der stellvertretende Leiter der Lebensmittel- und Arzneimittelministeriums der Taliban, Abdulbari Omar, in der DITIB-Moschee in Köln-Chorweiler und sprach zu einer Gruppe von Muslimen. Entsprechende Videos kursierten auf Twitter, inzwischen bestätigte der Account des Regierungssprechers Zabihullah Mujahid die Echtheit.

Bei dem Treffen soll Omar den Teilnehmern gesagt haben, dass in Afghanistan Sicherheit herrsche und der Wiederaufbauprozess des Landes in vollem Gange sei. Seit 2021 ist Omar Mitglied des Kabinetts der Taliban, die die Kontrolle über das Land übernommen haben.
Sowohl die Europäische Union als auch US-amerikanische Behörden stufen die Taliban als Terrororganisation ein. Laut der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) tötete die Terror-Einheit zwischen 2016 und 2020 bis zu 10.000 Zivilisten, weitere Tausende wurden verletzt. Die islamistische Gruppierung ist dezidiert antisäkular und strebt einen Gottesstaat an.
Brisant ist zudem, dass die Veranstaltung in einer Kölner DITIB-Moschee stattfinden konnte. Die DITIB betreibt eine vierstellige Zahl an Moscheen in Deutschland und untersteht Diyanet, der türkischen Religionsbehörde. Immer wieder tritt DITIB als Partner der deutschen Politik auf, in einigen Bundesländern ist sie an der Erarbeitung der Inhalte für den Koranunterricht beteiligt.
In Berichten des Verfassungsschutzes heißt es, mittels DITIB werde Einfluss auf die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland ausgeübt. DITIB gilt als verlängerter Arm vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland.
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