Städtebund-Chef warnt: Im Sommer müssen wir Wasser rationieren
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- In Deutschland wird es diesen Sommer wieder heiß.
- In einigen Landkreisen wird die Wassernutzung bereits reguliert.
- Der Chef des Deutschen Städtebundes sagt: An einer weiteren Regulierung des Wasserverbrauchs führt kein Weg vorbei.
Dessau Roßlau, Gießen und Salzwedel sind die ersten Städte und Kommunen, die es verkündet haben: Der Verbrauch von Wasser wird in diesem Sommer reguliert. Wer etwa in Dessau Roßlau zwischen Juli und September tagsüber seinen Garten bewässert, muss mit Strafe rechnen. Wird Wasser künftig flächendeckend rationiert? Ja, behauptet Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes gegenüber BILD: „Wenn sich nichts ändert, wird in vielen Teilen des Landes daran zumindest im Sommer kein Weg vorbeiführen.“
Fehlt diesen Sommer das Trinkwasser?
Ob diesen Sommer in Deutschland wirklich ein Wasser-Notstand herrscht? Darüber sind sich selbst Experten uneinig. Bernd Düsterdiek vom Städte- und Gemeindebund sagt: gegenüber BILD: „Obwohl die kommunale Trinkwasserversorgung in Deutschland weniger als 3 Prozent der Wassermenge ausmacht, kann es bei lang anhaltenden Hitze- und Dürreperioden zu regionalen Wasserknappheiten kommen.“
Der Bundesverband der nergie- und Wasserwirtschaft sieht die Situation gelassener. Martin Weyand ist dort Hauptgeschäftsführer und stellt klar: „Es gilt: Die Trinkwasserversorgung ist – bis auf vereinzelte lokale Fälle – flächendeckend gewährleistet.
Bundesregierung kündigt mal wieder Pläne an
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Dienstag für die kommenden Wochen die Erstellung eines „Hitzeplans Deutschland“ angekündigt, der sich an einem entsprechenden Plan im Nachbarland Frankreich orientiert.
Gerd Landsberg sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, es sollte ein Hitzeregister nach dem Vorbild Frankreichs eingeführt werden. Menschen, die dort erfasst seien, würden während längerer Hitzeperioden regelmäßig kontaktiert und im Notfall mit Wasser versorgt. „Zudem muss die Stadtentwicklungsplanung mit dem Gesundheitsschutz zusammengedacht werden.“ So brauche es genügend Schattenplätze, Freiluftschneisen sowie Wasser- und Grünflächen für eine natürliche Abkühlung der Städte.
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