„Stimmung gegen Andersdenkende“: „Heute Show“-Star hat keine Lust mehr
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- Die langjährige „Heute Show“-Reporterin Christine Prayon hört bei der ZDF-Sendung auf.
- Grund: Bedenken zum Umgang mit gesellschaftlich prägenden Themen seit der Corona-Pandemie.
- Laut Prayon sei Satire nicht dazu da, bestimmte Ansichten zu verstärken.
Die als Birte Schneider bekannte Komikerin Christine Prayon verlässt nach knapp elf Jahren Zusammenarbeit die ZDF-Satiresendung „Heute Show“. In einem Interview mit der „Kontextwochenzeitung“ äußerte sie Bedenken über die Art und Weise, wie gesellschaftlich relevante Themen seit der Corona-Pandemie behandelt würden.
„Ich habe auch mit den Verantwortlichen dort geredet und betont, dass ich mich nicht daran beteiligen will, Andersdenkende der Lächerlichkeit preiszugeben“, sagte Prayon. Sie fügte hinzu: „Satire darf sich nicht daran beteiligen, den Diskurs zu verengen. Und jetzt findet genau dies wieder statt beim Krieg in der Ukraine. Da werden Narrative und Positionen von Gruppen, die gesellschaftlich in der Hierarchie weit oben stehen, unablässig wiederholt und gleichzeitig wird Stimmung gegen Andersdenkende gemacht. Das hat nach meinem Dafürhalten nichts mehr mit Satire zu tun”
Sie erwähnte auch, dass sie sich zunehmend von Satiresendungen distanziere: „Nein, ich bin überhaupt keine Freundin mehr von Satiresendungen, egal ob Böhmermann, Anstalt oder andere.“ Zu Böhmermann ergänzte Prayon: „...er hat die gängigen Narrative verstärkt. An eine Sendung kann ich mich noch gut erinnern. Da ging es um Nichtgeimpfte, und dann lehnte er sich zurück und zeigte zwei Stinkefinger. Ich dachte, wie kann man das machen?“
„Ich bin lange nicht aufgetreten wegen meiner Post-Vac-Erkrankung, aber ich habe deswegen keine Sendung verpasst.“ merkte sie an. Ihren letzten Auftritt in der Show hatte Prayon im September 2022.
Eine mögliche Rückkehr schloss sie aus, betonte jedoch, dass ihr die Tür offen gelassen wurde.
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