Stromausfall-Lüge: Kai Wegner telefonierte am Morgen mit niemandem
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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat offenbar falsche Angaben zu seinem Krisenmanagement am ersten Tag des großen Stromausfalls gemacht. Neue Informationen der Senatskanzlei zeigen, dass Wegner am Morgen des 3. Januar entgegen seiner späteren Darstellung keine dienstlichen Telefonate führte. Darüber berichtet der Tagesspiegel.
Die Senatskanzlei musste die Angaben auf Anordnung des Berliner Verwaltungsgerichts herausgeben. Zuvor hatte der Tagesspiegel erneut einen Eilantrag auf Auskunft gestellt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen VG 27 L 103/26 geführt.
Nach Angaben der Behörde telefonierte Wegner an diesem Tag erstmals um 12.45 Uhr dienstlich. Gesprächspartnerin war Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD). Vor diesem Zeitpunkt habe es kein Telefonat gegeben. Die Kommunikation sei stattdessen über Textnachrichten erfolgt.
Damit widerspricht die Senatskanzlei einer Aussage, die Wegner wenige Tage nach dem Blackout selbst gemacht hatte. In einem Interview mit „Welt TV“ erklärte der Regierende Bürgermeister am 7. Januar über die ersten Stunden der Krise: „Ich habe in der Tat um 8 Uhr 8 begonnen, die Telefonate zu führen.“
Die nun bekannt gewordenen Kommunikationsdaten legen nahe, dass diese Darstellung nicht den tatsächlichen Abläufen entsprach. Wegner hatte demnach zwar am Morgen Nachrichten ausgetauscht, mit dienstlichen Telefonaten aber erst mehr als viereinhalb Stunden später begonnen.
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