Angst vor Neonazis: Berlins Bausenator will Hitler-Bunker abreißen lassen
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Die letzten baulichen Überreste unter dem Gelände der Neuen Reichskanzlei in Berlin sollen weichen, um Wohnungen und Büros zu bauen. Denkmalschützer kritisieren die Pläne scharf.
Unter dem Gelände der früheren Neuen Reichskanzlei in Berlin befindet sich einer der letzten baulichen Überreste von Hitlers Machtzentrale. Es handelt sich dabei nicht um den bekannten Führerbunker, sondern um einen anderen Bunker der ehemaligen Reichskanzlei. Für den Bau von Wohnungen und Büros soll ein Teil des Bunkers abgerissen werden, wie Welt berichtet. Der Senat will auf der Brache 66 Wohnungen und ein Bürohaus bauen lassen. SPD-Bausenator Christian Gaebler argumentiert, man müsse keinen Bunker erhalten, „der dann womöglich noch zum Wallfahrtsort wird“.

Berlins Bausenator Christian Gaebler (SPD) fürchtet „Wallfahrtsort“ für Neonazis.
„Totaler Wahnsinn“
Fachleute des Landesdenkmalamts und des Landesdenkmalrats bewerten den Bunker hingegen als historisch und wissenschaftlich bedeutend. „Die Neue Reichskanzlei war Planungs- und Ausgangsort des Zweiten Weltkrieges und steht symbolhaft auch für das katastrophale Ende des NS-Regimes.“ Dietmar Arnold, Vorstandsvorsitzender des Vereins Berliner Unterwelten, hält den Abriss der Bunkeranlage, von der noch 1200 Quadratmeter erhalten sind, für „totalen Wahnsinn“.
Gerade angesichts schwindender Zeitzeugen und zunehmender Geschichtsrelativierung sprechen sich Kritiker dafür aus, den Bunker als Erinnerungs- und Ausstellungsort zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu nutzen.
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