Studie belegt: Silikon-Brüste verringern Verletzungen bei Autounfällen
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- Studien aus den USA und Italien zeigen, dass Silikonbrüste das Verletzungsrisiko bei Autounfällen reduzieren können.
- Vor allem das Risiko für weit verbreitete Rippenbrüche wird in einem Experiment um 22,8 Prozent verringert.
- Die Größe der Implantate spielt dabei laut Experten nur eine untergeordnete Rolle.
Was für ein unerwartetes Schutzschild!
Wissenschaftler einer Klinik für plastische Chirurgie im US-Bundesstaat Washington haben eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, die die positiven Nebenwirkungen von Brustimplataten untersucht hat. Laut der Studie, die im Journal „Materials“ veröffentlicht wurde, können Silikonbrüste das Verletzungsrisiko bei Autounfällen verringern.
„Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass Brustimplantate als eine Art Schutzschild wirken können, indem sie die Energie eines Aufpralls absorbieren und so das Verletzungsrisiko verringern“, schreiben die Wissenschaftler.

Für das Experiment gossen die Wissenschaftler das Implantat in Gel. Zur Kontrolle wurde ein Modell ohne Implantat verwendet.
In einem Experiment ermittelten die US-Amerikaner, dass der Maximaldruck auf den Brustkorb bei einer Kollision um 23 Prozent, der durchschnittliche Druck sogar um 28 Prozent gesenkt werden konnte. Damit gilt es als unwahrscheinlicher, dass Trägerinnen oder Träger eines Implantats Brüche im Brustbein oder an den Rippen bei einem Crash erleiden.
Schützen größere Brustimplantate besser?
„Bei diesem Unfallmechanismus macht es keinen Unterschied, ob 200 oder 500 Milliliter Silikon im Implantat sind“, sagt Chirurg Dr. Helge Jens, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Aachener Domhof-Klinik. „Brustimplantate wirken bei einem Crash mit niedrigem Tempo wie ein Mini-Airbag“, erklärt der Experte gegenüber Bild, „Die Implantate können den Druck, dem die Brustwand bei einem Verkehrsunfall ausgesetzt ist, besser verteilen.“

Der Dummy-Test der Universität Mailand.
Schutz der Implantate hat auch Grenzen
Verkehrsmediziner der Polytechnischen Universität Mailand experimentierten ebenfalls mit Implantaten und deren Verhalten bei Crashs. Bei kleineren Geschwindigkeiten konnte eine mildernde Wirkung nicht ausgeschlossen werden. Doch bei 90 km/h Aufprallgeschwindigkeit war Schluss: Die Implantate nahmen Schaden und im Inneren lief Gel aus.
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