Syrischer IS-Terrorist sollte 2023 abgeschoben werden – tauchte aber unter
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Wie konnte es passieren, dass ein syrischer Täter hierzulande Personen töten kann und sich unbehelligt auf freiem Fuß befand? Diese Frage wird Gegenstand der politischen Debatte nach dem islamistischen Terrorangriff von Solingen. Nun stellt sich heraus: Der 26-jährige Syrer Issa Al H., der sich am Samstag der Polizei gestellt hatte und als dringend tatverdächtig gilt, sollte eigentlich bereits letztes Jahr abgeschoben werden. Das berichtet die WELT exklusiv unter Berufung auf Behördenkreise.
🔴Exklusiv: Der Syrer Issa Al H., der am Freitag in #Solingen eine Messerattacke mit drei Toten verübte, sollte im vergangenen Jahr aus Deutschland abgeschoben werden. Sein Asylantrag war zuvor abgelehnt worden. Dies erfuhr @WELT aus Behördenkreisen. Eine offizielle Bestätigung…
— Tim Röhn (@Tim_Roehn) August 25, 2024
Demnach sollte Al H. im vergangenen Jahr aus Deutschland ausgewiesen werden. Sein Asylantrag war zuvor abgelehnt worden. Am Sonntag berichtete die Spiegel, dass der Syrer Ende 2022 nach Deutschland kam und in Bielefeld einen Asylantrag stellte. Danach soll er subsidiären Schutz erhalten haben, der, wie es scheint, 2023 auslief.
So sollen laut WELT Behörden bereits einen Abschiebetermin für den 26-Jährigen festgelegt haben: Al H., Anfang 2023 wohnhaft in Paderborn, sollte demnach nach Bulgarien abgeschoben werden – also das Land, in das er in die Europäische Union eingereist war. Gemäß der Dublin-Verordnung ist der Staat, der zuerst von einem Asylbewerber betreten wird, für das Asylverfahren zuständig – im Fall von Al H. Bulgarien.
Obwohl es bereits ein Datum für die Abschiebung gab, konnte diese nicht durchgesetzt werden. So soll Issa Al H. nicht auffindbar gewesen und untergetaucht sein – und erst mehrere Monate später wieder auffindbar gewesen sein. Als er wieder auftauchte, war die Ausweisung vorerst hinfällig. Der Syrer wurde nach Solingen überstellt, wo er bis zu seiner Terrortat in einem Flüchtlingsheim im Stadtzentrum lebte.
Auch bei NIUS: Sogar der Täter von Solingen muss sich selbst stellen: Wie Deutschland im Kampf gegen den Islamismus versagt
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