Til Schweiger äußerst sich erstmals zu Filmset-Ausraster: „Zum Kotzen, mit so jemandem wie Weinstein verglichen zu werden“
Ein Beitrag von
Til Schweiger (59) sah sich im Frühjahr Vorwürfen zum Arbeitsklima beim Dreh der Auto-Komödie „Manta Manta“ ausgesetzt. Lange schwieg er. Jetzt gab er ein erstes Interview und stellt klar, weder Choleriker noch Alkoholiker zu sein.
Regisseur und Schauspieler Til Schweiger hat sich nach Monaten erstmals ausführlich zu Vorwürfen rund um das Arbeitsklima beim Dreh des „Manta Manta“-Kinofilms geäußert. Dem Magazin Stern sagte er: „Ich finde es zum Kotzen, mit so jemandem wie Weinstein verglichen zu werden. Wer so etwas tut, der will mir absichtlich Schaden zufügen.“

Schweiger mit Tochter Luna
Schweiger berichtet in dem Interview auch, dass er zurzeit eine Psychotherapie mache: „Ich habe mich im alkoholbedingten Zustand einigen Menschen gegenüber beschissen benommen, obwohl ich mir geschworen hatte, dass das nie wieder vorkommen darf. Deshalb habe ich mir Hilfe gesucht.“
Er arbeite an seinem Umgang mit Alkohol, ein Alkoholiker, wie von Mitarbeitern und Kollegen dargestellt, sei er aber nicht.
„Niemand muss Angst vor mir haben“
Das Magazin fragte Schweiger unter Verweis darauf, dass es bei den Dreharbeiten Mitarbeiter gegeben habe, die angeblich Angst vor ihm hatten: „Sind Sie ein Tyrann, Herr Schweiger?“ Darauf antwortete er: „Der Vorwurf hat mich schwer getroffen. Niemand braucht vor mir Angst zu haben. Ich bin ein freundlicher Mensch.“
„Filmemachen ist keine Basisdemokratie“
Freunde hätten ihm aber schon früher gesagt, dass er eine Art haben könne, die „angsteinflößend“ wirke. „Das akzeptiere ich mittlerweile und arbeite an mir.“ Er betont aber auch: „Filmemachen ist keine Basisdemokratie.“ Einer müsse entscheiden.
Schweiger zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Schauspielern, war auch vielfach als Regisseur tätig. Der neue Schweiger-Film „Das Beste kommt noch!“ kommt im Dezember in die Kinos.

Til Schweiger mit Heike Makatsch, die schon in den 90er-Jahren mit ihm drehte.
„Ich werde bald 60, ich will ein besserer Mensch werden“
Zum Thema Alkohol bei den Dreharbeiten bei „Manta Manta – Zwoter Teil“ erzählt Schweiger im Interview: „Es gab eine Situation, in der ich durch meinen Alkoholkonsum nicht ich selbst war. Aber in dem Moment habe ich das nicht wahrhaben wollen. Da war ich überzeugt, ich könnte drehen.“
Im Laufe der Jahre habe er immer wieder Gespräche mit Verwandten und Freunden gehabt, die sich Sorgen gemacht hätten, dass er zu viel trinke. Er habe dieses Thema immer vor sich hergeschoben. Es sei schleichend mehr geworden, dann seien Kontrollverluste hinzugekommen. Danach habe er sich geschämt.
Schweiger sagte, er hoffe, dass die Therapie ihm helfen könne, dass so etwas nie wieder vorkommt: „Ich werde bald 60. Ich will jetzt keine Zeit mehr verlieren, ich will ein besserer Mensch werden.“

Tina Ruland spielt die Hauptrolle in den Manta-Filmen, hier mit Schweiger bei der Premiere des zweiten Teils.
Der Spiegel hatte im Frühjahr Vorwürfe gegenüber Schweiger erhoben und mehrere Mitwirkende zu Wort kommen lassen. Angeblich habe es am Filmset von „Manta, Manta“ Schikanen gegeben und ein „Klima der Angst“ geherrscht.
Schweigers Anwältin hatte damals dem Spiegel zu den Vorwürfen mitgeteilt, ein Teil der „Sachverhalte“ sei ihrem Mandanten „nicht bekannt“, ein anderer unterstelle „angebliche Sachverhalte, die es nicht gegeben hat“. Weiter hieß es, seit Jahren kursierende Gerüchte würden „zu Unrecht als tatsächlich“ dargestellt.
„Manta Manta – Zwoter Teil“ wurde im Sommer 2022 in Nordrhein-Westfalen gedreht und kam im Frühjahr in die Kinos. Schweiger war Regisseur und zugleich Hauptdarsteller. Die Actionkomödie knüpft an den Ursprungsfilm aus den 1990er Jahren an.
Nach Erscheinen des Spiegel-Berichts hatte das beteiligte Produktionsunternehmen Constantin Film eine externe Untersuchung einer Anwaltskanzlei zu den Setbedingungen bei „Manta Manta“ angeschoben. Das jüngst vorgelegte Ergebnis zeigte ein ambivalentes Bild von der Stimmung am Set. Constantin will nun die eigenen Produktionsstandards schärfen.
Mehr NIUS:
Gutachten von Prüfinstitut Dekra beweist: Windkraftanlagen in Baiereck erzeugen unzulässigen Brummton
London: Britischer Premier Keir Starmer kündigt Rücktritt an
Verpflichtung wahrscheinlich: Bundeswehr schickt 5000 Soldaten an Belarus-Grenze
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Mehr NIUS:
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Aktuelle Zahlen belegen: Sogar die Polen wandern inzwischen aus Deutschland aus
130-Kilo-Mörder flieht bei Freigang in Peine – LKA fahndet nach 42-Jährigem
Schwere Krise im Automobil-Mittelstand: Jeder zweite Zulieferer streicht Jobs
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare