Ursache Zuwanderung: An deutschen Schulen wird es immer voller
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Die Schülerzahl in Deutschland ist erneut gestiegen. Die Zuwanderung aus dem Ausland ist der Hauptgrund.
Die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland ist im zweiten Jahr in Folge gestiegen. Im Schuljahr 2023/2024 werden nach vorläufigen Ergebnissen rund 11,2 Millionen Schülerinnen und Schüler an diesen Schulformen unterrichtet, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Donnerstag mit. Das seien ein Prozent oder 107.000 Schülerinnen und Schüler mehr als im Schuljahr 2022/2023.
1,7 Millionen Schüler mit ausländischer Staatsbürgerschaft
Der Anstieg sei auch im laufenden Schuljahr vor allem auf die Zuwanderung aus dem Ausland zurückzuführen: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in der relevanten Altersgruppe (5 bis 19 Jahre) war zum Jahresende 2022 insgesamt um 4 Prozent höher als Ende 2021, hieß es. „Die Zahl der ausländischen Kinder und Jugendlichen nahm in diesem Zeitraum sogar um 27 Prozent zu.“

Schulflur in Hamburg – dort ist die Zahl der Schüler besonders stark gestiegen.
Insbesondere zugewanderte ukrainische Schülerinnen und Schüler seien ein Grund für den Schülerzuwachs, erklärten die Experten. Genau lasse sich der Einfluss der Zuwanderung allerdings noch nicht beziffern, da die genauen Staatsangehörigkeiten erst mit der Schulstatistik im Herbst 2024 nachgewiesen werden können.
15 Prozent haben einen ausländischen Pass
Von den rund 11,2 Millionen Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2023/2024 besitzen laut Destatis 1,7 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das sind 7 Prozent mehr als im Schuljahr 2022/2023. Damit haben 15 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen ausländischen Pass.
An den allgemeinbildenden Schulen stieg die Schülerzahl im Schuljahr 2023/2024 gegenüber dem vorherigen um 1,3 Prozent auf 8,8 Millionen. An den beruflichen Schulen sank sie dagegen leicht um 0,1 Prozent auf 2,3 Millionen.
In den Ländern variiert das Bild: Den höchsten Zuwachs an Schülern verzeichnete laut Destatis Hamburg mit 2,2 Prozent. Danach folgen Bremen und Brandenburg mit je 2,2 Prozent. Schlusslicht ist Baden-Württemberg, dort gab es laut Bundesamt keine Veränderung.
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