Verschollenes U-Boot: Bauteile aus Camping-Bedarf und Steuerung per Gaming-Controller
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- Das im Atlantik verschollene U-Boot soll ohne jede technische Genehmigung unterwegs sein.
- Es handelt sich um eine improvisierte Konstruktion Marke Eigenbau, heißt es in einem Bericht.
- Das Unterwasser-Gefährt werde mit einem Gaming-Controller gesteuert.
- Teile U-Boots wurden im Camping-Bedarf besorgt, berichtet der Chef des Unternehmens, das die Titanic-Expeditionen anbietet.
Im Netz kursieren Ausschnitte eines TV-Berichts über das am Titanic-Wrack im Atlantik verschollene U-Boot "Titan". Dort heißt es, das Unterwasser-Gefährt werde mit einem Gaming-Controller gesteuert. Bei der Konstruktion des Bootes seien zudem Teile aus dem Camping-Bedarf genutzt worden, sein Betrieb sei nie von offizieller Stelle genehmigt worden. Demnach mussten die Teilnehmer vor Start des Tauchgangs mit Unterschrift zur Kenntnis nehmen, dass es sich um ein "experimentelles U-Boot" handelt, das keinerlei offizielle Genehmigung oder Zertifizierung hat. Die Nutzung der "Titan" könne zu "Verletzungen, Behinderungen, traumatischen Erlebnissen und Tod" führen, heißt es im zu unterzeichnenden Schriftstück.
Derweil wurden auch die Namen der fünf Vermissten bekannt. Demnach soll es sich bei ihnen um den 58-jährigen Abenteuer Hamish Harding, den CEO und Gründer der U-Boot-Firma OceanGate Stockton Rush, den Expediteur und Titanic-Experten Paul-Henrey Nargeolet aus Frankreich und den pakistanischen Multimilliardär und Unternehmensberater Shahzada Dawood und seinen 19-jährigen Sohn handeln.

Ein Fahrstuhl-Knopf zum Aufsteigen
Auch Aufnahmen aus dem Innenraum sind im Bericht zu sehen. Der Moderator der Sendung sitzt auf engstem Raum ("so viel Platz wie in einem Mini-Van") mit U-Boot-Chef Stockton Rush (61), CEO des Unternehmens "Ocean Gate Expeditions", das die Touren zum Titanic-Wrack durchführt. "Es gibt nur einen Knopf", sagt Rush lachend zur Technik des U-Boots. "Es sollte funktionieren wie ein Fahrstuhl. Man braucht eigentlich keine besonderen Fähigkeiten." Er drückt auf einen einzelnen grün leuchtenden Fahrstuhlknopf – außer vier Monitoren ist tatsächlich nicht viel mehr Technik im Inneren des U-Boots zu erkennen.
„Bauteile, die man überall kaufen kann...“
Der Moderator berichtet aus dem Off, er habe ziemlich viele selbstgebastelte Teile im und am U-Boot entdeckt. Es wird eine improvisiert wirkende Apparatur eingeblendet, die offenbar zur Bestimmung der Tauch-Höhe eingesetzt wird. Stockton Rush dazu: „Wir haben viele mit Komponenten verbaut, die man in jedem Laden kaufen kann.“ Er zeigt auf eine längliche Lampe an der Decke der Tauch-Kapsel, diese sei zum Beispiel aus dem Camping-Bedarf.
„... wir steuern das Ding mit einem Gaming-Controller“
Doch dann kommt erst das fast Unglaubliche. U-Boot-Experte Rush zeigt dem Journalisten einen einfachen Gaming-Controller (ältere Generation) und sagt: "Wir steuern das ganze Ding mit einem Game-Controller!" Der Moderator bricht in Gelächter aus, dann bricht der Ausschnitt ab ...
Die 5-köpfige Besatzung hat nur Sauerstoff für wenige Stunden, die Suche nach den Vermissten läuft auch Hochtouren.
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