Warum Polen nur ein Zehntel der Gruppenvergewaltigungen von Deutschland hat
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Erstmals liegen exklusive Zahlen über das Phänomen der Gruppenvergewaltigungen in Polen vor: In Deutschlands östlichem Nachbarland kam es 2023 zu 49 Verfahren wegen Gruppenvergewaltigungen, wie NIUS von der polnischen Polizei erfuhr.
Tatsächlich könnte die Zahl noch niedriger ausfallen, denn nur in 18 Fällen wurden wirklich Straftaten festgestellt. Das heißt nicht, dass in den übrigen 31 Fällen keine Gruppenvergewaltigung stattgefunden haben, aber dass aufgrund von Mangel an Beweisen, Widersprüchen der Opfer oder Rücknahme der Aussagen keine Straftat festgestellt werden konnte. So ist es möglich, dass die Polizei ein Verfahren wegen einer Gruppenvergewaltigung einleitet, aber am Ende keine Straftaten feststellen kann.
Bemerkenswert: Von den 18 Fällen, in denen tatsächlich Straftaten festgestellt wurden, entfallen sieben auf den Großraum Warschau (Woiwodschaft Masowien) und sieben auf Schlesien, also das Gebiet in unmittelbarer Nähe zu Deutschland. Von den 18 eingeleiteten Gruppenvergewaltigungs-Verfahren wurden 17 aufgeklärt. Von insgesamt 1.043 festgestellten Straftaten der „Vergewaltigung und erzwungenen sexuelle Aktivität“ (Artikel 197 Strafgesetzbuch) konnten 929 aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 89 Prozent gleichkommt.

Nachtleben in Warschau an der Weichsel
In Polen regelt der Artikel 197 § 3 des polnischen Strafgesetzbuches den Tatbestand einer Gruppenvergewaltigung. Unter dem Paragrafen werden besonders schwere Formen von sexuellem Missbrauch subsumiert, darunter Fälle, bei denen Sexualstraftaten unter Waffenandrohung durchgeführt, an Schwangeren begangen, gefilmt – oder eben von mehr als einer Person, in einer Gruppe, begangen wurden. Auch deshalb musste die Polizei auf Anfrage von NIUS die Fälle des Artikels 197 in verschiedenen Woiwodschaften abfragen, filtern und summieren.
Auf Anfrage von NIUS teilte die polnische Polizei zudem mit, dass ein Großteil der Tatverdächtigen polnische Staatsbürger sind. Bis auf vereinzelte Fälle von ukrainischen und georgischen Tatverdächtigen ist das Phänomen von Gruppenvergewaltigung kein Zuwanderungsproblem.
Pro-Kopf-Anzahl von Gruppenvergewaltigungen in Deutschland fast zehnmal so hoch
Dies ist vor dem Hintergrund brisant, dass in Deutschland Gruppenvergewaltigungen immer wieder emotionalisieren, weil sie Beobachtern zufolge mit den Migrationsströmungen speziell seit 2015 zusammenhängen. In der Tat stellt sich die Frage, weshalb es in Deutschland fast 14 Mal so viele Fälle von Gruppenvergewaltigungen gibt – bei einer gerade einmal doppelt so großen Bevölkerungszahl. Rechnet man das Phänomen Gruppenvergewaltigung auf Einwohner herunter, ist der Wert in Deutschland fast zehnmal so hoch: in Polen entfallen auf eine Million Einwohner 1,2 Gruppenvergewaltigungen; in Deutschland 9,6.
Seit 2015, als Millionen Migranten nach Europa strömten, entschied sich Polen für eine restriktive Migrationspolitik und lehnte die Aufnahme von Syrern, Irakern, Afghanen und anderen Gruppen ab. Deutschland hingegen nahm in den vergangenen neun Jahren mehrere Millionen Asylbewerber auf.

Die Polizei in Warschau sichert die Universität.
Laut Bundeskriminalamt (BKA) kam es im Jahr 2023 im Gebiet der Bundesrepublik zu 761 Fällen von Vergewaltigungen durch mehr als eine Person. Der Anteil der Tatverdächtigen lag bei fast 50 Prozent. Einige der Fälle – etwa die Gruppenvergewaltigung in Hamburg, am Schlachtensee in Berlin oder der jüngste Fall einer Gruppenvergewaltigung vor einer Diskothek in Herford – erregten dabei großes mediales Interesse. Allein in Nordrhein-Westfalen kam es dabei 2023 zu 209 Gruppenvergewaltigungen, Berlin (111), Niedersachsen (88) und Bayern (81) folgten auf den weiteren Plätzen.
Auch die Antwort auf eine kleine Anfrage der AfD in Nordrhein-Westfalen wirft dabei ein Schlaglicht auf die Tatsache, dass es sich bei Gruppenvergewaltigungen in der Tat um ein Einwanderungsproblem handeln könnte. 55 Prozent der Tatverdächtigen waren dabei Ausländer; unter den übrigen 45 deutschen Tatverdächtigen wiesen zahlreiche nicht-deutsche Vornamen wie Burak, Ahmet, Evgenij, Hanif, Mohamed oder Ismail auf.
Auch bei NIUS:
Warum gibt es in unserem Nachbarland Polen keine Gruppenvergewaltigungen und bei uns 761 im Jahr?
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Jan A. Karon
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