„Vampirismus“, „Kolonialismus“, „Raubzug“: Weimer löst mit Anti-Amerika-Rede diplomatische Krise aus
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Wolfram Weimer hat mit seiner Rede, in der er vom „digitalen Kolonialismus“, von der „Zerschlagung“ Googles und vom „geistigen Vampirismus“, den amerikanische Tech-Konzerne mit KI betreiben würden, sprach, offenbar eine diplomatische Krise mit den USA ausgelöst. Trump habe „seine Leute losgeschickt“, so ließ Weimer verlautbaren. Eine Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse habe er früher verlassen müssen, um die Situation zu klären.
Da habe ihn der „Furor gepackt“, plauderte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in der Pose jovial-literarischer Selbsteinsicht. Das mit dem „Raubzug“, den US-Konzerne mit KI an „Urheberrechten“ begingen und den „wir“ angeblich „geschehen lassen“, habe er aber wirklich so gemeint, beteuerte er. Sein deutlich linkslastiges Publikum auf der Verleihung des Deutschen Verlagspreis nickte anerkennend.
Süffisant berichtete Weimer davon, wie „vor zwei Stunden ein Mann aus dem Weißen Haus, den Sie alle kennen, seine Leute losgeschickt“ habe, „um ihn zu schelten“. Die Preisverleihung müsse er deshalb früher verlassen, „um die interessante Debattenlage dann auch noch weiter zu vertiefen.“

Der besorgte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warnte in seiner Rede auf der Buchmesse vor der Ausbeutung der Literatur durch Tech-Konzerne.
Tags zuvor schon Kritik aus Washington
Schon tags zuvor hatte der Sonderbeauftragte des Weißen Hauses, Richard Grenell, auf Weimers Attacke reagiert. „Sein Name ist Wolfram Weimer, und er nennt US-Konzerne ‚digitale Kolonisatoren‘“, schrieb er auf X. Grenell sprach von einem „massiven Angriff auf die gesamte Tech-Branche der USA.“ Weimers „ultimatives Ziel“, so Grenell, bestünde darin, digitale US-Unternehmen in Europa auszuschalten.
NIUS fragte beim Kulturstaatsminister nach, ob es – wie seine Aussage nahelegt – eine Kontaktaufnahme der US-Administration mit der Bundesregierung aufgrund seiner Rede auf der Frankfurter Buchmesse gegeben habe. Zudem fragte NIUS, wie sich die etwaige diplomatische Krise darstellt, konkret: was die US-Regierung der Bundesregierung mitgeteilt habe und wie man zu reagieren gedenke. Die Pressestelle des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien erklärte, dass es keine direkte Kontaktaufnahme der US-Regierung mit Herrn Weimer gegeben habe.
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