Wirtschaftskrise: Deutsche Unternehmen schicken Belegschaft in die Kurzarbeit
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Der Liebherr-Konzern, bekannt für seine hochwertigen Baumaschinen und Haushaltsgeräte, schickt ab Januar 2024 etwa 1000 Mitarbeiter für neun Monate in Kurzarbeit, berichtet die Schwäbische Zeitung.
Diese Maßnahme spiegele die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wider, die durch eine Kombination aus Inflation, Konjunkturabschwächung und einem Rückgang im Wohnungsbau entstanden seien, heißt es im Bericht.
Die Pandemie brachte zunächst einen Boom für Hersteller von Konsumgütern, da die Menschen in ihre Wohnungen investierten. Doch nun kehrt sich das Blatt um. Die Inflation seit 2022 belastet die Verbraucher spürbar und die Baukrise führt zu einer geringeren Nachfrage nach Produkten wie Duschen oder Kühlschränken. Dies hat direkte Auswirkungen auf Unternehmen wie Liebherr, die in der Bau- und Hausgerätebranche tätig sind.

Liebherr ist für Bau- und Haushaltsgeräte bekannt.
Die Liebherr-Werk Biberach GmbH, die Turmdrehkrane und Mobilbaukrane herstellt, verzeichnete einen spürbaren Rückgang der Auftragseingänge. Dies führte zu einer Anpassung der Kapazitäten durch temporäre Kurzarbeit. Auch die Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH, die Kühl- und Gefriergeräte produziert, ist von einem verminderten Auftragsniveau betroffen.
Doch nicht nur Liebherr, sondern auch andere namhafte Unternehmen wie der Textilkonzern Groz-Beckert und Motorsägen-Hersteller Stihl spüren die Auswirkungen. Groz-Beckert plant, den Großteil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, während Stihl bereits an einigen Standorten Kurzarbeit eingeführt hat.
„Wir gehen davon aus, dass die Kurzarbeit noch nicht mit dem Jahreswechsel beendet werden kann und zumindest in den ersten Monaten des neuen Jahres bestehen bleibt“, verrät ein Stihl-Sprecher der Schwäbischen Zeitung. Trotz eines Umsatzrückgangs bleibt Stihl optimistisch und plant für das kommende Jahr ein leichtes Umsatzwachstum.
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