Wunderheiler vergewaltigt 14-Jährige – fast sieben Jahre Haft
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- Ein „Wunderheiler“ chilenischer Herkunft hat in der Schweiz ein Mädchen vergewaltigt.
- Die Tat fand im Rahmen einer „Trauma-Therapie“ statt.
- Vor Gericht versuchte er, sich herauszureden – die Richter glaubten ihm nicht.
Ein selbst ernannter Wunderheiler, der im Rahmen angeblicher Therapien eine 14-Jährige vergewaltigt hat, muss für sechs Jahre und zehn Monate in Haft. Das Landgericht München I sprach den 64-jährigen Chilenen am Mittwoch schuldig, sich Anfang des vergangenen Jahres zweimal an dem Mädchen vergangen zu haben. Zudem hatte er sie eine drei Meter hohe Klippe hinunter geschubst, was das Gericht als gefährliche Körperverletzung wertete.
Vertrauen der Mutter und des Mädchens ausgenutzt
Der Angeklagte hatte die Tat beim Prozessauftakt abgestritten. Durch seine Behandlung habe das Mädchen die Traumata ihrer Mutter und Großmutter wiedererlebt, die ihrerseits Opfer von Vergewaltigung und Missbrauch gewesen seien. Dem Mädchen selbst seien diese Erfahrungen aber nur „in ihrem Verstand“ widerfahren.
Im Laufe des Prozesses hatte das Gericht auch diese These von einer rechtsmedizinischen Gutachterin prüfen lassen. Diese stufte die Behauptung als „realitätsfern“ ein. Gegen den 64-Jährigen sprach unter anderem, dass seine DNA in der Unterhose und der Vagina des Opfers gefunden wurde.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Mann mit hoher krimineller Energie gehandelt habe. Er habe das Vertrauen der Mutter des Mädchens missbraucht. Die 14-Jährige sei ihm bei den Taten schutzlos ausgeliefert gewesen.
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