Zahl der Brustamputationen und Genitaloperationen bei Transpersonen verdoppelt sich
Ein Beitrag von
In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Anträge auf Kostenübernahme für Genitaloperationen bei Transpersonen verdoppelt. 2017 gab es 2.923 Anträge, während 2022 die Zahl auf 5.813 anstieg, wie aus Daten des Medizinischen Dienstes Bund ersichtlich ist, die der Welt vorliegen. Diese Operationen umfassen Brustamputationen und genitalverändernde Eingriffe, die darauf abzielen, das körperliche Geschlecht der Transpersonen ihrem empfundenen Geschlecht anzupassen.
Nach Einreichung des Antrags prüft der Medizinische Dienst, ob ein „krankheitswertiger Leidensdruck“ vorliegt, der nicht durch mindestens zwölf Psychotherapiesitzungen gelindert werden kann. Für Genitaloperationen ist es oft erforderlich, dass die betroffene Person mindestens ein Jahr lang in der Rolle des gewünschten Geschlechts gelebt hat, um Fehlentscheidungen und Rückoperationen zu vermeiden.

Gelten als Architekten des Selbstbestimmungsgesetzes: Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Familienministerin Lisa Paus (Grüne).
Zwei Drittel der Antragsteller erhalten Kostenübernahme
Die Krankenkassen übernehmen zwischen 45 und 55 Prozent der Kosten. Im letzten Jahr erhielten 55,2 Prozent der Antragsteller eine vollständige und 11,8 Prozent eine teilweise Kostenübernahme. 28,5 Prozent der Anträge wurden abgelehnt. Eine geschlechtsspezifische Aufteilung der Anträge gibt es nicht. „Teilweise“ bedeutet, dass von mehreren gewünschten Eingriffen nicht alle genehmigt wurden.
Die Gesamtkosten für die Krankenkassen liegen im zweistelligen Millionenbereich, wobei die genauen Beträge unbekannt sind. Preise für Brustentfernungen variieren zwischen 5.500 und 7.000 Euro, für Genitaloperationen zwischen 5.000 und 15.000 Euro.
Die Ampelkoalition plant laut ihrem Koalitionsvertrag, im Rahmen des Selbstbestimmungsgesetzes diese Behandlungen künftig häufiger über die Krankenkassen abzurechnen und den Zugang zu diesen Operationen zu erleichtern: „Die Kosten geschlechtsangleichender Behandlungen müssen vollständig von der GKV übernommen werden.“ Details und mögliche Voraussetzungen für diese Regelung sind noch offen, und ein Gesetzesentwurf steht noch aus. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an der konkreten Ausgestaltung dieser Pläne.
Schauen Sie bei NIUS: Trans ist Trend – Wie eine Ideologie unser Land verändert
Mehr NIUS:
Gutachten von Prüfinstitut Dekra beweist: Windkraftanlagen in Baiereck erzeugen unzulässigen Brummton
London: Britischer Premier Keir Starmer kündigt Rücktritt an
Verpflichtung wahrscheinlich: Bundeswehr schickt 5000 Soldaten an Belarus-Grenze
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Mehr NIUS:
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Aktuelle Zahlen belegen: Sogar die Polen wandern inzwischen aus Deutschland aus
130-Kilo-Mörder flieht bei Freigang in Peine – LKA fahndet nach 42-Jährigem
Schwere Krise im Automobil-Mittelstand: Jeder zweite Zulieferer streicht Jobs
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare