Zeitenwende in der Verteidigung: Deutschland soll Raketenabwehrschirm bekommen
- Bei der morgigen Haushaltsausschuss-Sitzung soll auch über die Beschaffung von Luftverteidigungssystemen entschieden werden.
- Es wird mehrheitlich Zustimmung erwartet.
- Die 950 Millionen Euro Kosten sollen aus dem Bundeswehr-Sondervermögen bezahlt werden.
Am morgigen Mittwoch tagt der Haushaltsausschuss im Paul-Löbe-Haus. Das Gremium soll zwei Beschaffungsplänen für die Luftverteidigung zustimmen.
Erstens soll der Kauf des Luftverteidigungssystems Arrow 3 aus Irsael beschleunigt werden.
Zusätzlich steht die Beschaffung des bodengestützten Systems zur Luftverteidigung IRIS-T an. In der Ukraine wird dieses bereits zur Abwehr von Drohnen, Flugzeugen, Hubschraubern und Marschflugkörpern genutzt. Die Bundeswehr besitzt bisher keins davon.
„Stärkung der Landes- und Bündnisverteidigung“
The Pioneer berichtete unter Bezugnahme auf eine vertrauliche Vorlage der Bundesregierung, dass die Beschaffung angestrebt wird.
Der SPD-Verteidigunspolitiker Andreas Schwarz sagte dazu: „Wir stärken damit die Landes- und Bündnisverteidigung und zeigen unseren Partnern, dass Deutschland entschlossen Initiative ergreift.“
Insgesamt will Deutschland sechs Feuereinheiten des IRIS-T bestellen. Sie werden nun beim deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence GmbH in Auftrag gegeben. Vier der Systeme sollen in die Ukraine gehen.
Eine Feuereinheit besteht aus drei Raketenwerfern, einem Gefechtsstand und einer Radaranlage, Lenkfulugkörpern und weiterem Equipment. Die Lieferung wird ab dem kommenden Jahr anberaumt. Kosten: 950 Millionen. Die Finanzierung soll sich aus dem Bundeswehr-Sondervermögen speisen.
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