Zugunsten „vielfältiger Familienmodelle“: Paus will Steuervorteile für Ehepaare abschaffen
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Familienministerin Lisa Paus (Grüne) fordert die Abschaffung der Steuervorteile für Verheiratete! Das Ehegatten-Splitting sei veraltet.
„Der Abschied vom veralteten Instrument des Ehegattensplittings ist überfällig. Es ist ein Instrument, das allein die klassische Ehe steuerlich begünstigt. Und das, obwohl vielfältige Familienmodelle längst Teil unserer Gesellschaftsrealität sind“, wird Paus von Bild zitiert.
„Ungerechtigkeit beenden und Vielfalt fördern“
Die Grüne erklärte demnach, sie wolle „Familienvielfalt fördern – unabhängig davon, ob Patchwork oder alleinerziehend“. Änderungen im Steuerrecht seien zwar nicht von heute auf morgen umzusetzen, die von der Ampel geplante Reform der Steuerklassen für Ehepaare sei aber „der Startpunkt in Richtung Abschaffung des Ehegattensplittings“.

Lisa Paus (Grüne) am Wochenende mit SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
Paus will laut Bild „diese Ungerechtigkeit beenden und Familienvielfalt fördern – unabhängig davon, ob Patchwork oder alleinerziehend.“
Verheiratete Paare können durch Ehegatten-Splitting Steuern gegenüber unverheirateten Paaren sparen. Die von Paus thematisierte Ungerechtigkeit gegenüber Unverheirateten wurde schon öfter diskutiert.
„Angriff gegen die Mitte der Gesellschaft“

CSU-Mann Alexander Dobrindt
In der CSU sieht man es vollkommen anders. Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte zu Bild: „Der grüne Angriff auf das Ehegattensplitting ist ein Angriff gegen die Mitte der Gesellschaft. Die Grünen erhöhen die Steuern für Millionen Familien in Deutschland. Dass die grüne Familienministerin jetzt familienfeindliche Steuererhöhungen einfordert, zeigt die ganze ideologische Verbohrtheit der Grünen. Mit diesen Grünen kann es keine Koalition nach der Bundestagswahl geben.“
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